Früher Rückstand für die Icefighters

Am Samstagabend fiel in der Eissporthalle am Salzgittersee der erste Puck der Saison 2026/27. Nach der Mannschaftsvorstellung empfingen die Salzgitter Icefighters die Luchse Lauterbach zum ersten Freundschaftsspiel vor heimischer Kulisse. Wie bereits im Hinspiel musste sich die neu formierte Mannschaft dem Team aus der Regionalliga West geschlagen geben. Dennoch zeigten die Stahlstädter trotz bislang weniger gemeinsamer Trainingseinheiten gute Ansätze und phasenweise sehenswertes Kombinationsspiel. Vor allem die mangelnde Chancenverwertung verhinderte am Ende ein besseres Ergebnis. Die Partie endete mit einer 2:4-Niederlage (0:1/0:1/2:2).

Die Icefighters wurden allerdings gleich zu Beginn kalt erwischt. Bereits nach 13 Sekunden nutzte David Sperl den ersten Spielzug der Gäste zur frühen 0:1-Führung.

Nach rund fünf Minuten fanden die Gastgeber besser ins Spiel. Am rechten Flügel setzte sich der flinke Daniel Seibel durch und bediente Valtteri Nurminen, doch der Finne konnte die erste gute Möglichkeit nicht nutzen. Anschließend wurden die Grün-Weißen zunehmend aktiver und erspielten sich mehrere Chancen. Sowohl Björn Hinrichs als auch Aapeli Landström scheiterten im Powerplay aussichtsreich am Lauterbacher Schlussmann. Auch in Unterzahl bot sich den Stahlstädtern die Gelegenheit zum Ausgleich.

Lauterbach baut Führung aus

Mit dem knappen 0:1-Rückstand ging es vor 271 Zuschauern in das zweite Drittel. Die Gäste erwischten erneut den besseren Start und kamen zur ersten Chance. In der 23. Minute erhielten die Lauterbacher einen Penalty. Jesse Lottonen ließ Dennis Korff keine Chance und erhöhte auf 0:2.

Kurz darauf war Korff gleich zweimal gefordert. Zunächst parierte er gegen den auffälligen Lottonen, anschließend verhinderte er auch gegen Curtis Hammond einen weiteren Treffer. Auf der Gegenseite hatte Roni Ahonen den Anschlusstreffer auf dem Schläger. Nach einem sehenswerten Spielzug über Emilis Alekna fehlte jedoch erneut die letzte Konsequenz im Abschluss.

Wenig später sorgte Korff mit einer starken Parade für ein weiteres Highlight. Im Fallen bekam der Salzgitteraner Torhüter gerade noch den Schoner an den Puck und verhinderte damit den dritten Gegentreffer.

In der 35. Minute bot sich Rückkehrer Adam Strakos in Unterzahl eine große Gelegenheit. Nach einem Konter lief der Tscheche alleine auf den Lauterbacher Torhüter zu, konnte den Puck jedoch ebenfalls nicht im Netz unterbringen. Insgesamt hatten die Gäste im zweiten Drittel mehr Spielanteile.

Icefighters erhöhen den Druck

Die Luchse starteten auch im Schlussabschnitt mit einem Pfostenschuss gefährlich. Danach übernahmen jedoch zunehmend die Icefighters das Kommando. Sowohl Ahonen als auch Verteidiger Adam Cimrman im Nachschuss scheiterten zunächst am Gästetorwart.

In der 44. Minute war es dann endlich so weit: Nach einem feinen Zuspiel von Neuzugang Vojtech Tuma verkürzte Aaron Kraßmann auf 1:2. Die Stahlstädter drängten nun weiter nach vorne und zeigten dabei ein sehenswertes Kombinationsspiel. Alekna und Ahonen harmonierten erneut gut, doch auch diese Möglichkeit blieb ungenutzt.

Die fehlende Effizienz sollte sich anschließend rächen. Obwohl die Icefighters im letzten Drittel deutlich mehr Druck entwickelten, schlug Lauterbach innerhalb kurzer Zeit zweimal zu. Der auffällige Lottonen erhöhte in der 53. Minute auf 1:3, ehe Sperl nur eine Minute später den vierten Treffer der Gäste erzielte. Unaufmerksamkeiten in der Defensive machten die beiden Gegentore möglich.

Strakos sorgt noch einmal für Hoffnung

Die Icefighters steckten jedoch nicht auf. In Überzahl setzte Trainer Jorgen Kryger alles auf eine Karte und nahm Dennis Korff zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Der Mut wurde belohnt: Adam Strakos verkürzte in der 60. Minute noch einmal auf 2:4.

Dabei blieb es. Trotz der Niederlage hinterließ die neu formierte Mannschaft einen ordentlichen ersten Eindruck. Besonders die guten Kombinationen und die verbesserte Teamchemie machten Mut für den weiteren Saisonverlauf. Gleichzeitig zeigte die Partie, woran die Stahlstädter in den kommenden Wochen noch arbeiten müssen – insbesondere an der Chancenverwertung und der Abstimmung in der Defensive. (Text: C. Schaare)

Tore Icefighters: Kraßmann, Strakos