Die Salzgitter Icefighters überzeugten am Sonntagabend in ihrem letzten Spiel der Saison und sicherten sich einen Punkt gegen den Adendorfer EC. Gegen den Hauptrundenmeister musste sich das Heimteam erst im Penaltyschießen mit 4:5 (3:1/0:2/1:1/0:0/0:1) geschlagen geben. Das Team von Laszlo Csata zeigte vor 356 Zuschauern von Beginn an große Moral.
Bereits in der dritten Spielminute gingen die Stahlstädter in Führung. Paul Gänsslen passte auf den rechten Flügel zu Jakob Ceglarski, der mit vollem Tempo vor das gegnerische Tor zog. Den ersten Versuch konnte David Kovacs noch abwehren, doch mit dem Nachschuss erzielte der Kapitän das 1:0. In der sechsten Minute prüfte zunächst Dennis Szygula Icefighters-Goalie Dennis Korff. Kurz darauf kam Andre Gerartz frei vor dem Tor zum Abschluss – doch auch er scheiterte am starken Schlussmann vom Salzgittersee. Die Heidschnucken drängten auf den Ausgleich, die Icefighters konterten eiskalt: Ilia Martynov erhöhte in der 12. Minute auf 2:0. Die Gäste aus der Lüneburger Heide blieben im Vorwärtsgang. Gerartz nutzte in der 16. Minute einen Abpraller zum 1:2-Anschluss. Doch praktisch im Gegenzug schlugen die Salzgitteraner zurück: Einen Schuss von Verteidiger Vladyslav Shyrin fälschte Gänsslen ebenfalls in der 16. Minute zum 3:1 ab.

Mit dieser Führung ging es ins zweite Drittel. Während die Schiedsrichter verletzungsbedingt gewechselt werden mussten, kamen die Adendorfer mit viel Offensivdrang aus der Kabine. Joni Kuoppala erzielte in der 23. Minute vom rechten Flügel mit einem Schuss ins lange Eck den 2:3-Anschluss. In der 30. Minute rettete Korff stark gegen Dominik Chara, wenig später hatten die Icefighters Glück, als Kyle Brothers nur die Latte traf. Die Gäste hatten nun deutlich mehr Spielanteile und schnürten die Stahlstädter phasenweise in deren Zone ein. Das Heimteam stemmte sich mit großem Kampfgeist dagegen. Ein Defensivfehler der Grün-Weißen ermöglichte Gerartz die nächste Chance, doch erneut blieb Korff Sieger. In der 38. Minute musste sich der Goalie jedoch geschlagen geben: Domantas Cypas traf mit einem Schuss von der blauen Linie zum 3:3-Ausgleich. Auch die Schussstatistik sprach in diesem Drittel klar für die Gäste.

Im Schlussabschnitt kam der AEC erneut mit viel Tempo aus der Kabine. Jesper Ahlgren verbuchte die erste Gelegenheit, im Gegenzug entschärfte der Gästetorhüter einen Konter über Daniel Seibel. Niki Huovinen wurde wenig später sträflich allein gelassen, konnte Korff jedoch weder bei dieser Gelegenheit noch bei einem weiteren Alleingang überwinden. Auf der anderen Seite hatte Nikita Kähm die Chance zur Führung, während Adam Cimrman kurz darauf gegen Gerartz und Chara klärte. In der 51. Minute war es dann soweit: Brothers traf für die Adendorfer nach einem Solo zum 3:4.
Zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit wurde es kurios. Gästetrainer Robert Hoffmann nahm trotz Führung seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Nutznießer war Salzgitters Emilis Alekna, der nach einem Scheibenverlust der Adendorfer ins leere Tor zum 4:4 einschob (59.). Nun setzte auch Csata alles auf eine Karte und nahm Korff für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Es blieb jedoch beim Unentschieden – die Partie ging in die Overtime.

Dort hatte zunächst Cypas mit einem Solo die Chance zur Entscheidung. Auf der Gegenseite verfehlte Aaron Krassmanns Direktabnahme das Tor von Kovacs nur knapp, auch Gänsslen scheiterte mit seinem Versuch. So musste das Penaltyschießen entscheiden.

Hier vergaben die Salzgitteraner Schützen ihre Versuche, während Gerartz auf Seiten des AEC verwandelte und damit den Sieg des Hauptrundenmeisters besiegelte. Die Icefighters verabschiedeten sich mit einem großartigen Auftritt und beeindruckender Moral von ihren Fans in die Sommerpause. (Text: Christine Schaare)

Tore Icefighters: Ceglarski, Martynov, Gänsslen, Alekna