Am Freitagabend mussten sich die Salzgitter Icefighters den Crocodiles Hamburg mit 3:5 (1:1/2:1/0:2) geschlagen geben. Wie so oft in dieser Saison reichte eine gute Leistung nicht für Zählbares. Neben der erneuten Niederlage schmerzt auch der Sieg des Hamburger SV bei den Weserstars Bremen, denn der direkte Konkurrent im Kampf um den letzten Playoff-Platz ist damit bis auf einen Punkt herangerückt.

Die Gastgeber starteten engagiert in die Partie und zeigten von Beginn an, dass sie die schwache Vorstellung vom vergangenen Wochenende gegen den HSV vergessen machen wollten. Die ersten fünf Minuten gehörten klar den Icefighters. Verteidiger Anton Korneiciuk hatte die erste gute Möglichkeit, wenig später folgte ein verdeckter Schuss von Bohdan Khelemendyk.
Anschließend fanden auch die Hamburger besser ins Spiel. Torhüter Dennis Korff parierte zunächst gegen Max Kotrba und wenig später gegen Routinier Tobias Bruns (7. Min.). Kurz darauf sahen die 332 Zuschauer im Chinadome einen sehenswerten Spielzug über Emilis Alekna und Jakob Ceglarski, doch der Kapitän scheiterte am Crocodiles-Schlussmann Riku Lindroos. Auch Daniel Herklotz blieb nach Zuspiel von Khelemendyk bei einem Alleingang glücklos.
In der 14. Minute nutzten die Icefighters ihre Überzahl: Einen Schuss von Jannis Bahr von der blauen Linie konnte Lindroos noch abwehren, doch Ceglarski verwertete den Nachschuss zur verdienten 1:0-Führung.
Im direkten Gegenzug verhinderte Korff zunächst gegen Maksym Andriienko den Ausgleich. Wenig später spielten die Gäste ihrerseits in Überzahl. Diese war beinahe überstanden, als der Puck unglücklich hinter Korffs Tor von der Bande absprang und direkt vor den Schläger von Miguel Boocks fiel. Der Verteidiger hatte keine Mühe, zum 1:1 einzuschieben (19. Min.). Mit diesem Spielstand ging es in die erste Drittelpause.

Die Hamburger kamen druckvoll aus der Kabine. Nachdem eine erste Gelegenheit noch entschärft worden war, traf Kotrba in der 22. Minute mit einem platzierten Schuss in den Winkel zur 1:2-Führung. Doch die Stahlstädter zeigten Moral. In Unterzahl bediente Alekna Ceglarski, der Lindroos im Eins-gegen-eins zum 2:2-Ausgleich überwand (25. Min.).
Ein hohes Tempo und Chancen auf beiden Seiten prägten das unterhaltsame Spiel. In der 38. Minute scheiterte Herklotz erneut im Alleingang am Hamburger Torhüter. Besser machte es kurz darauf Alekna, der im Powerplay zur 3:2-Führung traf (40. Min.). Die Icefighters präsentierten sich an diesem Abend besonders in Überzahl stark und effizient.

Mit der knappen Führung ging das Team vom Salzgittersee in den Schlussabschnitt. Erneut kamen die Gäste aggressiver und präsenter aus der Kabine. Die Crocodiles erhöhten den Druck, doch Korff hielt seine Mannschaft mit mehreren Paraden im Spiel. Nach einem harten Einsteigen gegen den Icefighters Torhüter kam es zu einem Tumult, in dessen Folge ein Salzgitteraner auf die Strafbank musste. Die Gäste nutzten das Powerplay und Andriienko erzielte den 3:3-Ausgleich (50. Min.).
Eine weitere Strafzeit gegen die Icefighters unterband deren Offensivbemühungen. Mit großem Kampfgeist verteidigte das Team von Laszlo Csata das Unentschieden, doch kurz nach Ablauf der Strafzeit traf erneut Kotrba zum 3:4 (54. Min.).
Bereits zweieinhalb Minuten vor dem Ende nahm Korff zugunsten eines sechsten Feldspielers Platz auf der Bank. Doch das Risiko zahlte sich nicht aus: Der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. Stattdessen machte Ivan Savchenko mit einem Treffer ins leere Tor zum 3:5-Endstand alles klar (60. Min). Am Ende stand für die Icefighters eine weitere bittere Niederlage. (Text: Christine Schaare)

Tore Salzgitter: 2x Ceglarski, Alekna