Am Samstagabend traten die Salzgitter Icefighters zu ihrer Saisoneröffnung in einem besonderen Vorbereitungsspiel an: Gegner waren ehemalige Spieler des Vereins, die für einen sportlichen und zugleich nostalgischen Vergleich noch einmal im Chinadome aufliefen. Vor 751 Zuschauern endete die Partie, die von vielen Wiedersehensmomenten geprägt war, mit 11:9 (2:1/6:2/3:6) für die Mannschaft von Cheftrainer Radek Vit und dem neuen Co-Trainer Thorben Franke. Beim History Team standen die Salzgitteraner Legenden Michael und Thomas Kietzmann sowie Michael Nather hinter der Bande.

Nach der Verabschiedung der langjährigen Icefighters-Spieler Maximilian Rötsch, Christian Pelikan und Thomas Pape, die für das History Team aufliefen, fiel das erste Bully der neuen Saison. Aus Fairnessgründen spielten die Icefighters das erste Drittel mit Holzschlägern. Im Tor startete Dennis Korff für die aktuelle Mannschaft, während bei den Allstars Lars Tschirner begann.

In der 4. Minute lief Paul Gänsslen allein auf Tschirner zu, doch der langjährige Salzgitteraner Schlussmann vereitelte die Chance souverän. Im Gegenzug passte Thomas Herklotz mustergültig auf David Jasieniak, der ehemalige Torjäger und heutige Schiedsrichter verfehlte das Tor jedoch knapp. Kurz darauf hatten Brozek sowie Neuzugang Nikita Kähm die Führung auf dem Schläger, scheiterten jedoch ebenfalls an Tschirner. Dieser war dann in der 8. Minute machtlos, als Emilis Alekna Rückkehrer Harijs Bersevics bediente und dieser das 1:0 erzielte.

Direkt im Anschluss sahen die Zuschauer eine starke Kombination über Publikumsliebling Tomas Cermak und Adam Strakos, doch Kirill Borisov scheiterte an Korff. Nach zehn Minuten musste der Kapitän des History Teams, Alex Pflüger, auf die Strafbank. Die Icefighters nutzten die Überzahl jedoch nicht, vielmehr prüfte André Kiene sogar noch Korff.

In der 15. Minute erhöhte Seba nach Vorlage von Leon Kotke auf 2:0. Legenden-Coach Michael Kietzmann forderte daraufhin von seinen Spielern den Anschluss – mit Erfolg: Kurz vor Drittelende setzte sich Kiene stark am Flügel durch, passte auf Jasieniak, der in der Mitte lauerte und eiskalt zum 1:2 einnetzte.

Im zweiten Drittel wechselten beide Teams ihre Torhüter. Bei den Icefighters kam Pablo Schewe ins Tor, beim History Team Radka Lhotska. Nach einer frühen Strafe gegen die Legenden erhöhte Seba in Überzahl auf 3:1 (22.). In der 24. Minute glänzte Lhotska mit einer Parade gegen Brozek. Kurz darauf kassierten Jasieniak und Justin Rebig nach einer kleinen Auseinandersetzung je zwei Strafminuten. Direkt im Anschluss legte Jakob Ceglarski sehenswert für Rückkehrer Daniel Herklotz auf, der das 4:1 markierte (28.). Nur eine Minute später erhöhte Verteidiger Maximilian De Sousa per Handgelenkschuss auf 5:1.

Das History Team steckte jedoch nicht auf: Nach einem Pass von Strakos zeigte Cermak seine Klasse und verkürzte zum 5:2 (33.). Wenig später traf Christian Pelikan nach Vorlage von Thomas Pape unter großem Jubel zum 5:3. Die Icefighters antworteten jedoch sofort: Adam Cimrman traf zum 6:3 (34.) und legte in der 37. Minute mit dem 7:3 nach. Kurz vor der Pause erhöhte Seba nach Zuspiel von Brozek auf 8:3 (39.).

Im Schlussdrittel blieb Lhotska im Tor der Legenden, während bei den Icefighters René Schoch übernahm. Die Icefighters nahmen nun das Tempo heraus, wodurch das History Team mehr Spielanteile bekam. In der 44. Minute verkürzte Cermak aus spitzem Winkel auf 8:4, ehe Kiene, nach einem sehenswerten Doppelpass mit Jasieniak, zum 8:5 abschloss (47.). In Unterzahl traf Strakos sogar zum 8:6 (48.), nachdem Rötsch den Puck erkämpft hatte.

Die Icefighters schlugen jedoch zurück: Paul Gänsslen baute mit einem Doppelpack (50./51.) die Führung auf 10:6 aus. Nach einem missglückten Wechsel der Routiniers erhöhte Ceglarski sogar auf 11:6 (52.).

Doch die Schlussminuten gehörten dem History Team: Erst bediente Cermak seinen langjährigen Partner Strakos zum 11:7 (55.), anschließend war es umgekehrt – Strakos legte auf, Cermak erzielte mit seinem dritten Treffer das 11:8 (56.). Den Schlusspunkt setzte Thomas Herklotz, der Schoch zum 11:9 überwand (58.). In der Schlussphase setzte das History Team nach einer Bankstrafe der Icefighters noch einmal alles auf eine Karte und ersetzte Lhotska durch einen sechsten Feldspieler. Trotz aller Bemühungen blieb es beim 11:9-Endstand.

Den Abschluss einer unterhaltsamen Saisoneröffnung bildete eine After-Game-Party auf dem Eis mit anschließender Trikotversteigerung der Spieler des History Teams.

Torschützen Icefighters: Bersevics, 3× Seba, D. Herklotz, De Sousa, 2× Cimrman, 2× Gänsslen, Ceglarski
Torschützen History Team: Jasieniak, 3× Cermak, C. Pelikan, Kiene, 2× Strakos, T. Herklotz