Icefighters stürmen zum ersten Saisonsieg
Icefighters legen furios los
Am Samstagabend feierten die Salzgitter Icefighters einen verdienten 9:4 (5:0, 2:1, 2:3)-Erfolg gegen den ESC Dresden und fuhren damit ihren ersten Saisonsieg ein. Während die Heimmannschaft in den ersten beiden Dritteln souverän agierte, ging es im Schlussabschnitt noch einmal heiß her: Zahlreiche Strafzeiten luden die Gäste zum Toreschießen ein. Letztlich reichte der Vorsprung aber für einen verdienten Heimsieg.
Die Icefighters wirkten von Beginn an hochmotiviert und spritzig. Gleich der erste Angriff der Stahlstädter führte zur ersten Großchance durch Toms Balodis: Der Lette umkurvte die Defensive, scheiterte aber noch am Schlussmann der Sachsen. Wenig später folgte eine sehenswerte Kombination über Balodis und Valtteri Nurminen, die dessen Sturmpartner Emilis Alekna in der 1. Spielminute zur 1:0-Führung abschloss. Im weiteren Spielverlauf sollte diese Angriffsreihe noch für reichlich Wirbel und Tore sorgen.
In der dritten Minute tauchten die Dresdner das erste Mal gefährlich vor dem Salzgitteraner Gehäuse auf, doch Goalie Dennis Korff war auf dem Posten. Der nächste Angriff des Teams von Trainer Jorgen Kryger brachte bereits das 2:0: Balodis bediente erneut Alekna, der vom rechten Flügel kommend ins lange Eck traf (4. Min.). Munter ging es weiter: Während Verteidiger Connor Janus mit seinem Schuss an Torhüter Lasse Dietzschold scheiterte, netzte Samuel Magat im Nachschuss zum 3:0 ein (6. Min.). In der 8. Spielminute überwand Harijs Bersevics den Dresdner Keeper mit einem verdeckten Schuss aus der zweiten Reihe und baute die Führung auf 4:0 aus. Wenig später landete ein abgefälschter Schuss von Aaron Kraßmann am Pfosten – das Offensivfeuerwerk der Icefighters gönnte den 331 Zuschauern keine Pause.
In der 12. Spielminute traf Verteidiger Adam Cimrman im Powerplay von der blauen Linie zum 5:0. Gefährlich für die Stahlstädter wurde es im ersten Durchgang nur dann, wenn unnötige Scheibenverluste Konter der Sachsen einleiteten. So auch in der 17. Minute, als Justus Frisch im Alleingang auf Korff zulief. Doch der Torhüter blieb Sieger und hielt die Fünf-Tore-Führung fest, mit der es schließlich auch in die erste Drittelpause ging.
Alekna macht den Hattrick perfekt
Die Icefighters kamen auch nach dem Seitenwechsel gut aus der Kabine, hatten bei einem Überzahlspiel kurz nach Wiederanpfiff jedoch Pech: Erst lenkte Dietzschold einen Schuss von Alekna an das Torgestänge, kurz darauf traf Kapitän Adam Strakos ebenfalls nur den Pfosten. Auch nach diesen vergebenen Gelegenheiten blieben die Hausherren im Vorwärtsgang. Zunächst scheiterte Roni Ahonen am Dresdner Keeper, den Nachschuss versenkte Strakos dann zum 6:0 (24. Min.).
Die nächste Chance gehörte jedoch den Sachsen: Ein Schuss prallte von der Bande genau vor die Schlittschuhe eines Dresdner Spielers, der völlig frei vor Korff auftauchte. Doch der Salzgitteraner Routinier parierte den Versuch spektakulär. Im anschließenden Powerplay scheiterte Balodis nach einem feinen Pass von Vojtech Tuma an Dietzschold. Ein bitterer Puckverlust in der Angriffszone sorgte kurz vor Ablauf der Strafe für einen Konter der Sachsen: Louis Schäfer bediente Timur Sedleckij-Razin, der in Unterzahl auf 1:6 verkürzte (28. Min.).
In der 30. Spielminute wechselten die Gäste den Torhüter – für Dietzschold rückte nun Yannic Schulze zwischen die Pfosten. Nach einem Check gegen die Bande musste der Dresdner Kapitän Christian Freitag vorzeitig mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe zum Duschen. Kurz darauf erzielte Alekna mit seinem dritten Treffer des Abends den 7:1-Spielstand (37. Min.) – ein sehenswertes Tor nach einem Doppelpass mit Balodis.
Hitziger Schlussabschnitt trotz deutlicher Führung
Mit diesem komfortablen Vorsprung ging es ins letzte Drittel. Dennoch blieben einige Fans aufgrund des vergangenen Heimspiels noch skeptisch. Die Icefighters kamen jedoch konzentriert aus der Kabine, und ein Überzahltreffer von Tuma schraubte das Ergebnis auf 8:1 in die Höhe (41. Min.). In der 45. Spielminute konterten die Dresdner: Im Zentrum stand Pascal Bartels völlig frei und hatte keine Mühe, zum 8:2 einzuschieben. Wenig später begeisterte der Finne Nurminen die Fans, als er den Puck per Bauerntrick zum 9:2 über die Linie drückte (46. Min.).
Danach nahm das Spiel spürbar an Härte und Nickligkeiten zu. Nach einem Bandencheck war die Partie auch für Topscorer Alekna vorzeitig beendet. In der Folge stand Korff wieder im Brennpunkt und vereitelte eine Dreifachchance der Gäste stark. Gegen den Anschluss zum 9:3 war der Goalie jedoch machtlos: Bei einer angezeigten Strafe während einer doppelten Unterzahl agierten die Dresdner plötzlich mit drei Feldspielern mehr auf dem Eis, was Richard Ulbrich eiskalt ausnutzte (55. Min.).
Das Spiel wurde aufgrund der vielen Strafen nun immer hektischer. Eine erneute Überzahl nutzte Schäfer keine Minute später zum 9:4 für die Sachsen. Auch die letzten Spielminuten blieben von Unterbrechungen und Reibereien geprägt. Am Spielstand änderte sich jedoch nichts mehr, sodass am Ende ein verdienter 9:4-Erfolg und drei Punkte für das Heimteam zu Buche standen. (Text: C. Schaare)
Tore Salzgitter: Alekna (3), Magat, Bersevics, Strakos, Nurminen, Tuma, Cimrman


