Die Premiere von Laszlo Csata als Coach der Salzgitter Icefighters ist am Sonntagabend missglückt.

Mit 3:5 (1:0/1:1/1:4) mussten sich die Stahlstädter den Harsefeld Tigers geschlagen geben. Dabei zeigte das Heimteam über mehr als zweieinhalb Drittel hinweg richtig gutes Eishockey und war den drei Punkten sehr nah. Doch in den letzten fünf Minuten brach die Mannschaft völlig auseinander – für die 321 Zuschauer wurde es ein ganz bitterer Abend.

Bereits in der dritten Spielminute führte ein schlechter Wechsel der Salzgitteraner zur ersten Chance für die Gäste durch Luke Külbel. Diese Szene wirkte jedoch wie ein Weckruf für die Icefighters. Von da an agierten sie deutlich disziplinierter und aufmerksamer. Daniel Herklotz ließ mehrere Gegenspieler aussteigen, scheiterte aber an Gästetorhüter Thomas Schubert (5. Minute). Kurz darauf vergab der Stürmer erneut nach feinem Zuspiel von Kapitän Jakob Ceglarski.

In der 10. Minute erkämpfte sich Ron Friedrich in der neutralen Zone den Puck, stürmte auf das Tor zu und erzielte die verdiente 1:0-Führung. Die Stahlstädter blieben weiter im Vorwärtsgang. David Brozek bediente Nikita Kähm, doch erneut blieb Schubert Sieger. Auf der Gegenseite hielt Dennis Korff mit einer starken Parade gegen Benjamin Santjer die knappe Führung fest. Mit dem 1:0 ging es in die erste Drittelpause.

Das Heimteam musste den Mittelabschnitt zunächst in Unterzahl beginnen, nachdem kurz vor Drittelende eine Bankstrafe ausgesprochen worden war. Trotzdem besaßen Ceglarski und Herklotz gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen.
Obwohl die Spielanteile der Tigers nun zunahmen, hielt Korff seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel. In der 30. Minute zogen Kähm und Brozek mit viel Tempo Richtung gegnerisches Tor, doch Schubert war beim Abschluss des Tschechen auf dem Posten. Wenige Sekunden später machte es Brozek besser und überwand den Gästetorhüter mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel zum 2:0 (30. Min.).

Auch während einer 2+2-Strafe gegen die Heimmannschaft präsentierte sich die Defensive um Korff weiterhin stabil und ließ keinen Treffer der Harsefelder zu. Kaum war das Team jedoch wieder komplett, klingelte es im Salzgitteraner Gehäuse: Ryan Smith erzielte in der 40. Minute den 2:1-Anschlusstreffer.

Mit der knappen Führung für das Team vom Salzgittersee ging es in den Schlussabschnitt. Harsefeld kam druckvoll aus der Kabine und erspielte sich mehrere gute Chancen, scheiterte jedoch immer wieder am glänzend aufgelegten Korff. In der 50. Minute meldeten sich die Icefighters offensiv zurück. Zunächst scheiterte Brozek am starken Gästetorhüter, wenig später parierte dieser auch den Nachschuss von Jannis Bahr.

Kurz darauf stand diese Angriffsreihe erneut im Mittelpunkt. Eine sehenswerte Kombination von Kähm und Brozek vollendete Bahr zum 3:1 (54. Min.). Alles sah nun nach einem erfolgreichen Einstand für den neuen Trainer aus. Doch eine Strafzeit brachte das Heimteam völlig aus dem Konzept. Zunächst traf Juho Arminen von der blauen Linie im Powerplay zum 3:2 (56. Min.). Nur eine Minute später erzielte der Finne im Nachschuss den 3:3-Ausgleich.

Die Stahlstädter hielten dem zunehmenden Druck der Tigers nicht mehr stand und brachen komplett ein. Arminen schnürte mit seinem dritten Treffer den Hattrick und erzielte das 3:4 (59. Min). Csata nahm nach einer Auszeit Korff zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Ceglarski und Brozek hatten noch Chancen auf den Ausgleich, doch mit dem Empty-Net-Tor zum 3:5 durch Declan MacEachern war die bittere Niederlage endgültig besiegelt (60. Min.). (Text: Christine Schaare)

Tore Salzgitter: Friedrich, Brozek, Bahr