Am Sonntagabend unterlagen die Salzgitter Icefighters im Heimspiel den Weserstars aus Bremen mit 2:4 (1:1/0:1/1:2).
Wieder einmal erwiesen sich die mangelnde Chancenverwertung sowie ein schwaches Powerplay als entscheidende Faktoren für die Niederlage.
Bereits nach weniger als einer Minute schlug es erstmals im Tor von Dennis Korff ein: Pierrick Brousseau traf zum frühen 0:1 für die Gäste. Doch die Antwort der Stahlstädter folgte prompt – Ilia Martynov erzielte in der 2. Minute den schnellen Ausgleich.
In der 7. Spielminute mussten die Icefighters allerdings durchatmen, als Brousseau in Unterzahl per Konter den Pfosten traf. Anschließend erspielten sich die Hausherren mehrere gute Möglichkeiten, scheiterten jedoch allesamt an Weser-Stars-Schlussmann Jakob Perrin. David Brozek, Emilis Alekna und Max De Sousa fanden in ihm ihren Meister.
Kurz vor Drittelende vergaben auch Daniel Herklotz und Adam Cimrman die mögliche Führung, ehe Korff auf der Gegenseite gegen Tim Maier rettete. So blieb es beim 1:1 nach den ersten 20 Minuten.
Im zweiten Abschnitt erwischten erneut die Bremer den besseren Start. Ondrej Sotkovsky bediente den vor dem Tor sträflich allein gelassenen Matej Sadecky, der problemlos zum 1:2 einschob (22. Min.).
Auch im Powerplay wussten die Icefighters an diesem Abend nicht zu überzeugen. Die Abschlüsse von Brozek und Jakob Ceglarski waren zu zentral und stellten Perrin vor keine großen Probleme. Stattdessen luden Nachlässigkeiten in der Defensive die schnellen Bremer zu Kontern ein – allen voran der brandgefährliche Brousseau.
In der 34. Minute verpasste die Reihe um Martynov, Alekna und Bohdan Khelemendyk den Ausgleich knapp, als Aleknas Schuss am Tor vorbeistrich. Und erneut hatten die Icefighters Glück, als Brousseau mit der Sirene zum zweiten Mal an den Pfosten setzte. Die Bremer machten vor allem in Unterzahl viel Druck und erschwerten dem Gastgeber so den geordneten Aufbau.
Zu Beginn des letzten Drittels erhöhten die Weser Stars auf 1:3, begünstigt durch einen individuellen Fehler der Salzgitteraner. Torschütze war Owen Miley (45. Min.).
Die Icefighters stemmten sich weiter gegen die drohende Niederlage: Connor Janus prüfte Perrin mit einem Schlagschuss von der blauen Linie, Alekna scheiterte kurz darauf ebenfalls am stark aufgelegten Gäste-Torwart.
Nach einer Fünf-Minuten-Strafe gegen Alexander Lutzow keimte noch einmal Hoffnung bei den 408 Zuschauern auf, doch auch diese lange Überzahl blieb ungenutzt. Schüsse von Richard Seba und De Sousa touchierten den Pfosten – das Pech und Unvermögen im Abschluss setzte sich fort.
In der 57. Minute tauchte Brousseau erneut frei vor Korff auf, scheiterte jedoch am Goalie. Knapp zwei Minuten vor Ende ersetzten die Icefighters ihren Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler. Doch der Anschlusstreffer wollte nicht fallen. Stattdessen verlor Salzgitter im Aufbau den Puck und Brousseau nutzte die Gelegenheit zum 1:4 (60.).
Der Treffer von Nikita Kähm vier Sekunden vor Schluss zum 2:4 war nur noch Ergebniskosmetik. (Text: Christine Schaare)
Tore für Salzgitter: Martynov, Kähm



