Die Salzgitter Icefighters erkämpften sich am Sonntagabend nach einem spektakulären Endspurt einen Punkt gegen die Harsefeld Tigers.

Das erste Heimspiel im neuen Jahr endete vor 295 Zuschauern für das Team von Laszlo Csata mit einer 3:4-Niederlage (0:0/1:2/2:1/0:1) nach Verlängerung. Manko der Stahlstädter blieben die mangelhafte Chancenverwertung sowie das schwache Powerplay. Kämpferisch überzeugte die Mannschaft jedoch besonders in den letzten Minuten. Die ersten Spielminuten verliefen sehr ausgeglichen, Torchancen waren jedoch Mangelware. In der 9. Spielminute besaßen die Gäste nach einem Puckverlust der Icefighters in der eigenen Zone eine gute Möglichkeit. Alexander Källgren scheiterte jedoch an Dennis Korff im Tor des Heimteams. Bis zur 15. Minute dauerte es, ehe die Stahlstädter ihre erste gute Chance verzeichneten. Thomas Schubert parierte den Schuss von Daniel Herklotz. Nun häuften sich die Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Im Powerplay traf Icefighters-Verteidiger Anton Korneiciuk nur den Pfosten. Auch bei den Möglichkeiten von Jannis Bahr und Bohdan Khelemendyk blieb Schubert Sieger. Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es in die erste Drittelpause.

Als die Icefighters im zweiten Drittel in Überzahl spielten, gelangte der Puck zu Tigers-Stürmer Juho Arminen. Der Finne lief allein auf Korff zu, ließ ihn aussteigen und traf zum 0:1 (26. Minute). Wenig später führte ein erneuter Puckverlust der Salzgitteraner beinahe zum 0:2. In der 30. Minute passte Daniel Seibel mustergültig auf Khelemendyk, der auf das lange Eck zielte, doch Schubert bekam noch seinen Schoner an den Puck und verhinderte den Ausgleich.
Einen Konter der Harsefelder konnten die Icefighters nur durch ein Foul stoppen. Den fälligen Penalty verwandelte Arminen erneut eiskalt zum 0:2 (33. Min.). Nun lagen die Spielanteile überwiegend bei den Gästen. Korff bewahrte sein Team vor einem höheren Rückstand. In der 39. Minute verwertete Bahr nach Zuspiel von Nikita Kähm und Herklotz endlich eine Chance für die Stahlstädter und verkürzte auf 1:2. Mit diesem Spielstand ging es auch in das letzte Drittel.

Die Heimmannschaft kam gut aus der Kabine. Herklotz und Adam Cimrman hatten in Überzahl die nächsten guten Möglichkeiten zum Ausgleich. Weitere Chancen folgten, doch das Tor erzielte erneut Harsefeld. Mit seinem dritten Treffer stellte Arminen nach Zuspiel von Niklas Bente auf 1:3 (54. Min.). Bereits drei Minuten vor Spielende setzte Csata alles auf eine Karte und nahm Korff zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Die Icefighters kämpften um den Anschluss, der Jakob Ceglarski in der 58. Minute mit dem Treffer zum 2:3 gelang. Wenig später führte ein Puckverlust zu einem Konter der Gäste, doch Paul Gänsslen rettete spektakulär mit vollem Körpereinsatz. Die Stahlstädter drückten weiter und wurden belohnt: Aus dem Gewühl heraus erzielte erneut Ceglarski den vielumjubelten Ausgleich zum 3:3 (60. Min.).

Somit ging es in die Verlängerung. Dort besaßen die Icefighters die erste Chance, doch im Gegenzug verwandelte Martin Hrbek zum 3:4 (61. Min.) und sicherte den Harsefeld Tigers den Sieg. (Text: Christine Schaare)

Tore Icefighters: Bahr, Ceglarski (2x)