Am Sonntagabend gelang den Salzgitter Icefighters mit einem 4:2 (1:1/1:0/2:1) gegen die Jadehaie aus Sande der erste Saisonsieg. Mit dem langersehnten Erfolg gaben sie in der Tabelle die rote Laterne an den Hamburger SV ab.

Nach dem Rücktritt von Radek Vit stand die Mannschaft in der Pflicht – und zeigte von Beginn an Engagement und Moral. Die erste nennenswerte Chance für die Gastgeber hatte Bohdan Khelemendyk in der 6. Spielminute. Der flinke Stürmer entwischte seinem Gegenspieler, scheiterte jedoch an Sande-Torhüter Maksims Cmutovs. Wenig später bot sich Daniel Herklotz in Überzahl die nächste Möglichkeit, auch er vergab. Im Gegenzug konterten die Jadehaie, wobei die Salzgitteraner Defensive zu passiv agierte und den ehemaligen Stahlstädter Nicolas Korbel frei zum Abschluss kommen ließ. Dennis Korff war jedoch zur Stelle und parierte stark (9. Min.).

In der 11. Minute trafen die Icefighters sehenswert zur verdienten 1:0-Führung. Eine schnelle Kombination über Herklotz und Ilia Martynov vollendete Emilis Alekna. Die Gastgeber präsentierten sich defensiv stabiler als in den Vorwochen und hatten im ersten Drittel deutlich mehr Spielanteile als der ECW. Allerdings ließen sie – vor allem in Überzahl – erneut zu viele Chancen liegen. Das rächte sich kurz vor Drittelende mit dem 1:1-Ausgleich durch Vitalijs Jache.

Während die Icefighters im ersten Abschnitt noch ohne Strafzeit blieben, starteten sie ins zweite Drittel mit zwei aufeinanderfolgenden Strafen. Die Abwehr um Korff hielt dem Druck jedoch stand und ließ kein Gegentor zu. In der 28. Minute bot sich Paul Gänsslen eine Doppelchance: Der erste Schuss ging vorbei, den zweiten entschärfte Cmutovs. Kurz darauf tankte sich Connor Janus durch, scheiterte jedoch ebenfalls am starken Schlussmann.

Mitte des Drittels war das Spiel ausgeglichen. Kurz vor Ablauf eines Überzahlspiels der Gäste rettete Korff spektakulär im Fallen und hielt seine Mannschaft im Spiel. Dieses Mal hatten die Icefighters jedoch das bessere Drittelende für sich: Khelemendyks Schuss schlug genau im Winkel zur 2:1-Führung ein (39. Min.). Nur wenige Sekunden später hatte Aaron Krassmann die große Gelegenheit nachzulegen, doch der Puck wollte nicht über die Linie, obwohl Cmutovs bereits geschlagen war.

Auch das Schlussdrittel bot den 395 Zuschauern ein spannendes und ausgeglichenes Spiel mit zwei starken Torhütern. In der 53. Minute herrschte nach einem Schuss der Stahlstädter Gewühl vor dem Tor der Gäste. Nutznießer war Herklotz, der im Powerplay zum 3:1 einnetzte. Der Treffer und der anschließende Jubel unterstrichen den Willen des Teams, endlich den ersten Saisonsieg einzufahren. Die Gastgeber blieben offensiv aktiv: Khelemendyk traf zunächst nur den Pfosten, den Abpraller verpasste Daniel Seibel knapp, doch Janus stand bereit und erhöhte auf 4:1 (54. Min.). Auch dieser Treffer fiel in Überzahl – das Powerplay erwies sich an diesem Abend deutlich effektiver als zuletzt.

Die Gäste setzten zweieinhalb Minuten vor Schluss alles auf eine Karte und nahmen ihren Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Nach einer weiteren Strafe gegen Salzgitter erzielte Jakub Ruzicka in der 60. Minute noch das 4:2. Kurz darauf war die Partie beendet und die Icefighters verließen erstmals in dieser Saison das Eis als Sieger. (Text: Christine Schaare)

Tore für Salzgitter: Alekna, Khelemendyk, Herklotz, Janus.