Falken übernehmen früh die Kontrolle

Mit einer verdienten 1:8-Niederlage (0:2/1:4/0:2) endete das Südostniedersachsen-Derby gegen die Harzer Falken in der Eissporthalle am Salzgittersee. Die Gäste aus Braunlage waren in allen Belangen überlegen, sodass die Icefighters nie ins Spiel fanden.

Den ersten Torschuss des Abends gab Toms Balodis für die Icefighters ab. Danach spielte sich das Geschehen fast ausschließlich vor dem Tor von Dennis Korff ab. In der vierten Spielminute prüfte der ehemalige Salzgitteraner Nicolas Korbel den Goalie erstmals ernsthaft. Beim 0:1 in der siebten Spielminute konnte Korff den ersten Schuss der Harzer noch parieren, beim Nachschuss von Max Droik war er jedoch machtlos. Kurz darauf folgte die nächste brenzlige Szene: Jordan Stallards Schuss schlug zwar hinter dem Tor ein, dennoch lief das Spiel zunächst weiter – ehe die Schiedsrichter wenig später auf Tor entschieden (8. Min., 0:2).

In der 11. Spielminute sahen die 604 Zuschauer im „Chinadome“ ein Lebenszeichen der Icefighters. Kapitän Daniel Seibel zog von der blauen Linie ab, konnte Leon Grothe im Tor der Falken aber nicht überwinden; auch der Nachschuss von Roni Ahonen strich am Gehäuse vorbei.

Das restliche erste Drittel stand wieder ganz im Zeichen von Dennis Korff, der sich mehrfach auszeichnen konnte. Bei einem Schuss des Ex-Salzgitteraners Ales Kosnar half zudem der Pfosten mit, sodass die Stahlstädter mit einem relativ knappen Rückstand in die Kabine gingen.

Harzer Falken bauen die Führung aus

Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts übernahmen die Falken wieder das Kommando. Martin Benes umspielte die komplette Defensive der Hausherren, scheiterte dann jedoch am stark reagierenden Korff. Gegen den nächsten Gästeversuch von Stallard zum 0:3 war der Goalie in der 22. Minute allerdings machtlos. Im kurz darauf folgenden Powerplay der Harzer brannte es erneut vor dem Salzgitteraner Tor: Nachdem Korff einige Male stark pariert hatte, schlug der Schuss von Verteidiger Markus Magnusson genau unter die Latte zum 0:4 ein (24. Min.). Wenig später erhöhte Kosnar auf 0:5 (27. Min.).

Doch geschlagen geben wollten sich die Stahlstädter noch nicht. Wie aus dem Nichts erzielte der junge Balodis mit einem Schuss aus der Drehung das 1:5 (28. Min.).

Der winzige Funken Hoffnung glimmte jedoch nicht lange. Auf eine erneute Strafzeit für die Icefighters folgte der nächste Treffer der Falken: Regan Nagy stellte mit dem 1:6 den alten Abstand wieder her (35. Min.). Im Anschluss gab es noch zwei Offensivaktionen der Hausherren zu sehen – zunächst prüfte Vojtech Tuma den Gäste-Keeper Grothe mit einem Distanzschuss, wenig später rettete der Außenpfosten nach einer sehenswerten Kombination über Valtteri Nurminen und Balodis für die Harzer.

Auch im Schlussdrittel keine Wende

Mit einem 1:6-Rückstand ging es für die Salzgitteraner in den Schlussabschnitt. Und auch diesmal kamen die Gäste „on fire“ aus der Kabine: Noch keine Minute war im letzten Drittel gespielt, da traf Benes zum 1:7 (die zuvor angezeigte Strafe wurde damit aufgehoben).

In der 43. Spielminute hatte Frans Landström eine gute Gelegenheit zum Anschlusstreffer, scheiterte aber am Harzer Torhüter. Selbst eine 5-gegen-3-Überzahl brachte keinen Erfolg: Josef Babicka scheiterte nach feinem Pass von Adam Strakos an Grothe, kurz darauf verfehlte auch der Tscheche selbst das Gehäuse.

Den Endstand zum 1:8 besorgte erneut Benes im Powerplay. Ein rabenschwarzer Abend für das Team und die Anhänger der Grün-Weißen. (Text: C. Schaare)

Tor Salzgitter: Balodis