Die Salzgitter Icefighters haben das Derby gegen die Harzer Falken am Freitagabend zwar mit 2:3
(0:1 / 0:1 / 2:0 / 0:0 / 0:1) nach Penaltyschießen verloren, sich aber dank eines starken Endspurts einen verdienten Punkt erkämpft. Mit etwas mehr Glück hätten die Stahlstädter das Eis sogar als Sieger verlassen können.
Vor 833 Zuschauern in der Eissporthalle am Salzgittersee fanden die Icefighters schnell ins Spiel. Kapitän Jakob Ceglarski zog bereits nach knapp 30 Sekunden über den rechten Flügel in Richtung Harzer Tor und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. In der anschließenden Überzahl sprang für das Heimteam jedoch nichts Zählbares heraus.
Nach fünf Spielminuten fälschte Daniel Herklotz einen Schuss von Justin Rebig gefährlich ab, doch Taylor Dupuis im Tor der Braunlager parierte. Im Gegenzug hatten Dennis Arnold und im Nachschuss Petr Chaloupka die ersten guten Möglichkeiten für die Gäste. In der 11. Spielminute profitierte Arnold von einem Puckverlust der Icefighters in der eigenen Zone, scheiterte jedoch an Dennis Korff, der stark reagierte. Auf der Gegenseite traf David Brozek nur das Außennetz. Kurz darauf gingen die Harzer in Führung: Jakub Wiecki erzielte in der 12. Minute das 0:1. Die Gäste übernahmen nun mehr Spielanteile, und in der 15. Minute rettete der Pfosten nach einem Schuss von Arnold für das Team von Laszlo Csata.
Kurz vor der ersten Drittelpause besaßen Jannes Bahr für die Icefighters sowie Ville Sivonen für die Falken noch gute Torgelegenheiten, doch es blieb beim knappen Rückstand für das Team vom Salzgittersee.
Auch im zweiten Drittel stand Korff mehrfach im Mittelpunkt. Sivonen hatte in der 33. Minute in Überzahl die Chance, die Führung auszubauen, doch der Icefighters-Goalie hielt sein Team im Spiel. Auch eine weitere Unterzahlsituation überstanden die Gastgeber unbeschadet.
Wenig später ließen Paul Gänsslen und Ryan Antonakis nach einem Schlagabtausch die Fäuste fliegen und nahmen anschließend auf der Strafbank Platz. In der 35. Minute setzte Nikita Kähm seinen Sturmpartner Brozek steil ein, doch der Tscheche verpasste knapp. Nach einem erneuten Puckverlust im eigenen Drittel kam Arnold zu einer weiteren Gelegenheit, scheiterte aber erneut an Korff. Auf der Gegenseite bediente Brozek diesmal Kähm, doch Dupuis blieb Sieger. Gegen Ende des Drittels erhöhten die Gäste den Druck und Filip Mrava traf in der 39. Minute zum 0:2-Pausenstand.
Im Schlussdrittel kamen die Icefighters hochmotiviert aus der Kabine und zeigten sofort, dass sie den Rückstand noch wettmachen wollten. Eine doppelte Überzahl bot dafür die große Chance, doch die Abschlüsse waren zu zentral und fanden nicht den Weg ins Tor. Der Einsatz der Icefighters wurde jedoch belohnt: Nach Pass von Bohdan Khelemendyk hämmerte Emilis Alekna den Puck in der 56. Minute zum 1:2-Anschluss in die Maschen. Wenig später hatte der junge Litauer sogar den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte aber an Dupuis.
Zwei Minuten vor dem Ende nahm Csata seinen Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Die Icefighters setzten die Gäste nun massiv unter Druck, die Halle stand Kopf. Zunächst entschärfte der Harzer Goalie noch eine Chance von Brozek, doch beim nächsten Angriff scheiterte Herklotz zunächst, traf im Nachschuss aber zum viel umjubelten 2:2-Ausgleich (60. Min.).
In der anschließenden Overtime spielten die Icefighters zunächst in Überzahl und hatten mehrere Möglichkeiten, die Partie zu entscheiden. Nach Ablauf der Strafe kam Mrava noch zu einer guten Chance für die Gäste, doch Korff hielt das Remis fest. So musste das Penaltyschießen über den Sieger des Weihnachtsderbys entscheiden. Nachdem alle ersten Schützen scheiterten, verwandelte Sivonen seinen Penalty und bescherte den Harzern den Sieg. Trotz der Niederlage überzeugten die Icefighters mit großem Einsatzwillen, hoher Konzentration und einer starken Moral – besonders in den Schlussminuten. (Text: Christine Schaare)
Tore für die Icefighters: Alekna, Herklotz



