In der Eissporthalle am Salzgittersee wird das Eis abgetaut. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Die Eissporthalle am Salzgittersee hat die Kühlmaschinen abgeschaltet und taut das Eis ab. Dies geschieht infolge der jüngsten Entscheidungen der Bundesregierung am gestrigen Mittwoch, wonach die aktuellen Bestimmungen mindestens bis Jahresende aufrecht erhalten bleiben.

Auch andere Eishallen betroffen?

Neben den TAG Salzgitter Icefighters sind auch weitere Standorte gefährdet. Damit liegt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Spielzeit in der Regionalliga Nord – in welcher Form auch immer – stattfinden kann, nahezu bei Null.

„Kann mir nicht vorstellen, dass das Eis nochmal hochgefahren wird“

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Halle das Eis nochmal hochfahren wird, das kostet schließlich Geld und wird sich dann im kommenden Jahr nicht mehr lohnen. Hinzu kommt, dass bei allen Mannschaften die Eishallen wieder an den Start gehen müssten und das sehe ich nicht“, schätzt Dirk Asendorf, 1. Vorsitzender des Sportverein am Salzgittersee, die Lage ein.

„Gehe davon aus, dass die Saison gelaufen ist“

„Es gibt leider keine Sicherheit hinsichtlich der Entwicklung der Pandemie. Aufgrund dessen wird vermutlich auch im neuen Jahr keine Eishalle wieder öffnen, mit dem Risiko, dass sie vielleicht nach vier Wochen wieder schließen muss. Es ist ja nicht wie auf einem Fußballplatz, wo man sozusagen das Tor aufschließt und wieder spielen kann. In einer Eishalle braucht man Energie. Die kostet Geld und das Ganze muss sich rechnen. Somit haben wir die Entscheidung, ob wir eine Liga spielen können gar nicht selbst in der Hand. Ich gehe davon aus, dass die Saison nun endgültig gelaufen ist – zumal es ja auch an Trainingszeit fehlt“, kommentiert Icefighters-Cheftrainer Radek Vit die Situation.

Wann es eine finale Entscheidung hinsichtlich der Regionalliga Nord geben wird, ist noch unklar. Dazu treffen sich zeitnah die Verantwortlichen aller Vereine, nachdem klar ist, wie es in naher Zukunft um die Eishallen bestellt ist.