Erzielte in den letzten drei Partien jeweils einen wichtigen Treffer: Ron Friedrich. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Mit drei wichtigen Treffern in den letzten drei Partien, zeigte Ron Friedrich, der erst seit kurzem wieder im Sturm spielt, eine starke Leistung. Für uns ein Anlass, mit dem Spieler ein kurzes Interview zu führen.

Ron, Du bist eigentlich gelernter Stürmer, hast die letzten Jahre aber überwiegend Verteidiger gespielt. Nun spielst du seit ein paar Wochen wieder im Sturm. Wie kam es dazu?

„In der Vergangenheit hatten wir etwas Probleme, genug Verteidiger zu uns ins Team zu bekommen und als dann auch noch die neue Regelung mit dem Hybrid-Icing dazu kam, fragte mich der Coach ob es für mich okay wäre, wenn er mich als Verteidiger einsetzen würde, da ich im Nachwuchs auch schon etwas Erfahrung in der Defensive sammeln konnte.“

Du hast in den letzten drei Spielen drei schöne und wichtige Tore erzielt. Die Umstellung scheint dir also nicht viel auszumachen? Hast du durch die Treffer eher den Wunsch dauerhaft wieder vorne zu spielen?

„Schön ist immer eine Ansichtssache. Mir ist es egal wie die Tore fallen, die Hauptsache ist dass sie fallen und nach möglichkeit immer für uns. Ja, eine Umstellung war es zu Beginn schon, ich brauchte auch meine Spiele um erst einmal wieder etwas in die Aufgaben als Stürmer zu finden, aber mittlerweile denke ich, läuft es wieder ganz gut. Ich hätte kein Problem damit weiter im Sturm zu bleiben – Spaß macht es mir auf jeden Fall da vorne drin! Wenn der Coach und das Team mich allerdings in der Defensive brauchen sollten, bin ich auch dafür bereit und werde da mein Bestes geben.“

Wie siehst du eure Chancen im Halbfinale?

„Ich denke, die Leistung unseres Teams und auch der einzelnen Spieler, sind die ganze Saison über stetig gestiegen. In den letzten Spielen haben wir gute Leistungen gezeigt, unter anderem auch gegen unseren Halbfinal-Gegner, die Jadehaie aus Sande. Wir müssen auf jeden Fall eine super Leistung über die vollen 120 Minuten am nächsten Wochenende zeigen, um das Finale zu erreichen. Das Team, die Coaches und alle drum herum sind bereit 200 Prozent zu bringen, dafür brauchen wir aber eure Unterstützung.“

Ryan Koresky reist aus Sicherheitsgründen vorzeitig in seine Heimat. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Der Kanadier Ryan Koresky teilte am Mittwochnachmittag den Verantwortlichen und Spielern der TAG Salzgitter Icefighters mit, dass er am morgigen Donnerstag die vorzeitige Abreise in sein Heimatland antreten werde. Hintergrund ist die unvorhersehbare Entwicklung um das Corona-Virus COVID 19.

Es war großartig, mit euch auf das Eis zu gehen und mit euch zu trainieren

„Hey Guys, Unfortunately I’m traveling back to Canada tomorrow due to the unforeseen future with the covid19 virus….Honestly this has been one of my best experiences in hockey. Thanks to all of you. Going to the rink was awesome hanging out and training with you guys. I will miss you all and best of luck in the games this weekend. See you soon, Ryan“, lautete die Nachricht des Nordamerikaners an seine Teamkollegen. Auf Deutsch: „Hey Leute, leider reise ich morgen aufgrund der unvorhersehbaren Zukunft um das covid19-Virus zurück nach Kanada. Ganz ehrlich, dies war eine meiner besten Erfahrungen im Hockey, ich danke euch allen. Es war großartig, mit euch auf das Eis zu gehen und mit euch zu trainieren. Ich werde euch alle vermissen und wünsche euch viel Glück bei den Spielen an diesem Wochenende. Bis bald, Ryan.“

„Sehr schade!“

„Das ist sehr schade! Er hatte viel Spaß mit der Mannschaft und hat sich sehr auf die Playoffs gefreut“, bedauert Icefighters-Coach Radek Vit den Verlust des Spielers. Die gesamte Team vom Salzgittersee bedankt sich bei Ryan Koresky für seine Zeit im Trikot der Icefighters und wünscht dem Spieler für dessen Zukunft alles Gute!

Salzgitter. Die Playoffs der Regionalliga Nord werden, anders als im Eishockey meist der Fall, in dieser Spielzeit in einem etwas anderen Modus ausgetragen. Entgegen der üblichen „Best-of“-Serien wird es ab dem Halbfinale jeweils ein Hin- und Rückspiel geben. Die TAG Salzgitter Icefighters spielen am Samstag in Sande und am Sonntag zu Hause.

Remis in Spiel eins möglich – Spiel zwei mit Verlängerung und Shootout

Nach Beedingung der Meisterrunde am vergangenen Sonntag stehen die vier Halbfinalisten fest. Dabei treffen die erstplatzierten Harzer Falken auf den viertplatzierten Hamburger SV und die zweitplatzierten ECW Sande Jadehaie auf die drittplatzierten TAG Salzgitter Icefighters. In beiden Halbfinal-Begegnungen wird es jeweils ein Hin- und ein Rückspiel geben. Die besser platzierte Mannschaft hat das Heimrecht und darf entscheiden, welches der beiden Spiele sie zu Hause austragen möchte. Ebenfalls anders ist die Regelung bei Gleichstand nach regulärer Spielzeit. In den Playoffs kann das erste Spiel unentschieden ausgehen, es gibt keiner Verlängerung und auch kein Penaltyschießen. Im zweiten Spiel gilt folgende Regelung: Sollten am Ende beide Teams ein ausgeglichenes Punkt- und Torverhältnis aufweisen, gibt es eine fünfminütige Verlängerung mit 3-gegen-3 und Sudden Death, das heißt, das erste Tor entscheidet. Sollte in der Overtime kein Tor fallen, entscheidet das Penaltyschießen. Die Gewinner der Halbfinalspiele tragen das Finale aus.

Zweites Spiel in Salzgitter

In der Begegung ECW Sande gegen TAG Salzgitter Icefighters wurden die Spiele so angesetzt, dass das erste Spiel am Samstag um 19.30 Uhr bei den Jadehaien stattfindet und das zweite Spiel am Sonntag um 18 Uhr in der Eissporthalle am Salzgittersee.

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Wie am Sonntag zuvor sorgte Ron Friedrich auch diesmal für einen blitzschnellen und erfolgreichen Konter. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Mit einem 5:2 (1:1, 0:0, 1:4) bei den Harsfeld Tigers und einem 6:3 (2:2, 3:0, 1:1) gegen den Hamburger SV konnten die TAG Salzgitter Icefighters die beiden letzten Spieltage in der Meisterrunde der Regionalliga Nord für sich entscheiden. Damit beenden die Stahlstädter die Qualifiaktion für die Playoffs auf Rang drei und treffen im Halbfinale auf den ECW Sande.

Harsefeld bleibt lange dran

Doch nach Sieg sah es in beiden Spielen zunächst nicht aus. Auch wenn Icefighters-Topscorer Martin Záhora sein Team am Samstag in Harsefeld mit einem Shorthander zum 0:1 (12.) in Führung brachte, währte die Freude nicht lange, denn die Hausherren egalisierten den Zwischenstand nur zwei Minuten später (14.). In der Folge blieben Tore eine Zeit lang Mangelware, es folgte ein Mittelabschnitt ohne Treffer. Erst im letzten Drittel war es wieder Záhora, der die Icefighters mit 2:1 (43.) abermals in Führung brachte. Zwischen den beiden Treffern des Tschechen ließ das Gästeteam allerdings sechs Überzahlspiele ungenutzt liegen. Die Partie stand jedoch weiterhin auf der Kippe, denn die Tigers blieben bis fünf Minuten vor Schluss auf Tuchfühlung. Erst ab der 55. Minute konnte das Team von Cheftrainer Radek Vit immer mehr die Kontrolle übernehmen.

Záhora entscheidet mit einem Hattrick das Spiel

So ließ es Martin Záhora ein weiteres Mal krachen und machte seinen Hattrick perfekt, doch nur 28 Sekunden darauf kam wieder eine Antwort der Gastgeber. Nach dem Zwischenstand von 2:3 (55.) gaben die Salzgitteraner das Heft dann nicht mehr aus der Hand. Ron Friedrich erhöhte auf 2:4 (56.) und auch das Ziehen des Harsefelder Torhüters zugunsten einen Feldspielers brachte dem Tabellenschlusslicht nichts mehr ein –  Záhora versenkte seinen vierten Treffer des Tages auf das verwaiste Gehäuse und sorgte für den Endstand von 2:5 (59.). Damit hatten sich die Salzgitter Icefighters theoretisch bereits für das Halbfinale qualifiziert. Lediglich die Weserstars hätten noch den Spielverderber darstellen können, allerdings wäre dafür ein Sieg mit mehr als sechs Toren Differenz in Sande nötig gewesen.

„Die Punkte waren das einzig Gute!“

Zufrieden war Radek Vit mit der Zitterpartie nur über die Punktzahl: „Die drei Punkte waren das einzige Gute an diesem Spiel – mehr nicht! Es hat an allem gefehlt: In der Defensive, in den Zweikämpfen, eigentlich in jeder Aktion von uns. Wir waren überhaupt nicht bereit und haben uns das wohl zu einfach zu vorgestellt. So dürfen wir gegen Hamburg nicht auftreten. Immerhin kann es am Sonntag nur besser werden.“

Icefighters egalisieren frühe HSV-Führung

Gegen Hamburg kam der erste herbe Dämpfer bereits nach 11 Sekunden, als sich Pascal Heitmann zum 0:1 (1.) durchsetzen konnte. Ein Schockmoment blieb zwar aus, doch der HSV hielt das Tempo hoch und belohnte sich in der 10. Minute mit dem 0:2 im Powerplay. „Da waren wir einfach nicht dabei. Ich hatte vorher extra gesagt, dass wir besonders wachsam sein müssen, weil die gerne schnelle Tore machen“, sagte der Übungsleiter nach dem Spiel. Doch die Icefighters fingen sich wieder. Ron Friedrich sorgte mit einem blitzschnellen Konter für das 1:2 (12.). Der Anschlusstreffer wirkte wie eine Initialzündung. Salzgitter erhöhte den Druck und glich durch Ruven Bannachs Treffer zum 2:2 (13.) aus. Damit war das Spiel zur ersten Drittelpause wieder offen. „Das Tor von Ron war der Startschuss für uns“, so Vit.

Hausherren ziehen davon

Doch in den zweiten Abschnitt kamen zunächst die Hanseaten wieder besser rein. Dennoch gelang es Bannach mit seinem zweiten Treffer des Tages die Begegnung zu drehen (26.). Nun hatte Salzitter das Kommando übernommen. Die Icefighters legten ein hohes Tempo an den Tag und besetzten exzellent ihre Positionen, besonders im Slot stand immer wieder ein Grün-Schwarzer bereit zum Schluss. Aus dieser Situation heraus erhöhten Jannis Bahr (28.) und Martin Záhora (33.) den Zwischenstand auf 5:2, sodass die gastgebende Mannschaft mit einer komfortablen Führung in das Schlussdrittel gehen konnte. „Auch im zweiten Drittel hat der HSV anfangs wieder versucht schnell nachzulegen, aber da haben wir besser dagegen gehalten. Das war ein wirklich guter Abschnitt: Wir haben Hamburg zurück ins Drittel gedrängt, haben die Positionen gehalten, waren beweglich, haben die Scheibe gut laufen lassen und waren auch in den Zweikämpfen körperlich wesentlich präsenter. So war es für die schwer dagegenzuhalten“, betonte der Ex-Profi.

„Souverän runter gespielt“

Im letzten Drittel erzielten die Gäste wieder ein frühes Tor (43.), doch die Hausherren behielten die Kontrolle und stellten durch das 6:3 (49.) von Thomas Herklotz den alten Abstand wieder her – weitere Tore fielen nicht mehr. „Im letzten Drittel ging es nur noch darum das Ergebnis zu halten. Natürlich ging uns auch ein wenig die Kraft aus. Sicherlich hätten wir noch ein Tor mehr schießen können, aber wir haben das souverän runter gespielt“, war der Cheftrainer am Ende sehr zufrieden.

Statistik

Tore Tigers – Icefighters: 0:1 (11:43) Martin Záhora (Rudolph, Pelikan/SH1), 1:1 (13:43) Marc Meinhardt (Henry, Vachon), 1:2 (42:07) Martin Záhora, 1:3 (54:03) Martin Záhora (Bannach, Binias), 2:3 (54:31) Guillaume Vachon (Meinhardt, Petersen), 2:4 (55:28) Ron Friedrich (Pelikan, Bahr), 2:5 (5847) Martin Záhora (Vit, Ponatovskis/EN)

Tore Icefighters – HSV: 0:1 (0:11) Pascal Heitmann (Fursa, Schlode), 0:2 (09:16) Gino-Mike Blank (Stüven, Fursa/PP1), 1:2 (11:24) Ron Friedrich (Binias), 2:2 (12:55) Ruven Bannach (Engel, Ponatovskis), 3:2 (25:25) Ruven Bannach (Herklotz), 4:2 (27:11) Jannis Bahr (Herklotz, Záhora), 5:2 (32:12) Martin Záhora (Vit, Herklotz), 5:3 (42:05) Benjamin Garbe (Stichternaht, Pigache), 6:3 (48:03) Thomas Herklotz (Záhora, Fridrich)

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Für die Icefighters zählen nur Punkte, keine Rechnereien. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Am Wochenende findet die Meisterrunde der Regionalliga Nord ihren Abschluss. Dabei treten die TAG Salzgitter Icefighters am Samstag (19.30 Uhr) bei den Harsefeld Tigers an, am Sonntag um 18 Uhr läuft der Hamburger SV in der Eissporthalle am Salzgittersee auf. Je nach Ausgang der anderen Partien müssen die Stahlstädter mindestens einen bis drei Punkte holen.

Rechenspielchen

Das ist die Situation: Hinter den drittplatzierten Icefighters rangieren der HSV mit einem Punkt und die Weserstars mit drei Punkten Rückstand. Schlusslicht Harsefeld spielt mit bislang null Zählern nur noch um die Ehre. Damit sind mehrere Konstellationen möglich. Sollte Salzgitter in Harsefeld gewinnen, wären die Playoffs sicher – es seid denn Bremen holt die Tordifferenz von minus sieben Treffern in den beiden Spielen gegen Sande noch auf. Bei einer Niederlage gegen die Tigers und einem Sieg beider Verfolger, müssen am Sonntag zwei Punkte her. Sollten Bremen und Hamburg ihre ersten Spiele des Wochenendes verlieren, so würde gegen den HSV ein Zähler reichen.

„Ich rechne nicht – wir wollen drei Punkte!“

Doch auf Rechenspielchen lässt sich Icefighters-Coach Radek Vit nicht ein. „Ich rechne gar nicht! Unser Ziel für Samstag ist erstmal drei Punkte zu holen und wenn wir das geschafft haben , möchten wir natürlich auch am Sonntag punkten. Wir haben es selbst in der Hand und wollen es auch selbst bestimmen. Es geht darum, an die gute Leistung vom letzten Sonntag anzuknüpfen, vor allem was die Defensivleistung betrifft. Wir wollen weiterhin immer einen Schritt besser werden und und wir können uns auch kein schlechtes Spiel mehr erlauben“, so der Coach. „Darüber hinaus möchten wir natürlich auch für die Fans etwas bieten“, sagt Vit weiter, der auch aus solch einem Grund auch in Harsefeld einen starken Gegner vor sich sieht: „Die haben in der Meisterrunde noch keine Punkte geholt. Die können frei aufspielen und wollen im letzten Heimspielen ihren Fans sicherlich auch noch was zeigen.“

Entspannung im Lazarett

Personell sind die Icefighters wieder besser aufgestellt. Für das Meisterrunden-Finale fehlen weiterhin die Langzeitausfälle Delf Sinnecker, Michael Kopke und Justin Spenke, drüber hinaus kann lediglich Domenik Wilke nicht teilnehmen.

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Erzielte bei seinem Comeback den ersten Führungstreffer: Lukas Vit. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Bei dem 3:2-Overtime-Sieg der TAG Salzgitter Icefighters über die ECW Sande Jadehaie feierte Lukas Vit nach zweimonatiger Erkrankung ein starkes Comeback. Der Trainersohn netzte den ersten Führungstreffer ein. Für uns ein Anlass, mit dem Spieler ein kurzes Interview zu führen.

Lukas, du hast lange pausieren müssen. Was hattest du genau und wie oft warst du überhaupt im Training in der letzten Zeit?

„Anfang Dezember hatte ich eine Grippe die ich dann dadurch, dass ich weiterhin mitgespielt habe, verschleppt. So ist dann das ganze Immunsystem heruntergefahren und ich konnte kein Sport mehr machen. Vor zwei Wochen wurde nochmal alles durchgecheckt und nun kann ich auch wieder ins regelmässige Training einsteigen. Seit Dezember war ich nur zweimal auf dem Eis. Ich sollte langsam wieder einsteigen und durch die Prüfungsphase in der Uni und durch die Arbeit war es mir auch nur zweimal möglich vor dem Sande-Spiel aufs Eis zu gehen.“

Mit welchem Gefühl bist du auf das Eis gegangen und wie hoch war der Druck für dich?

„Zum Spiel bin ich mit einem guten Gefühl gefahren und hatte auch keinen Druck. Ich sollte das Wochenende auch noch gar nicht spielen, aber dadurch das wir viele Ausfälle hatten, hat mich der Coach erst rund drei Stunden vor dem Treffen in der Kabine angerufen und gefragt ob ich spielen kann. Ich wollte die Mannschaft natürlich unterstützen und bin dann ohne Anspannung zum Spiel gefahren.“

Wie hat sich das Tor für dich angefühlt, gerade nach der langen Pause und gegen einen starken Gegner wie Sande?

„Das Tor hat sich gut angefühlt, vor allem gegen eine guten Gegner wie Sande. Ich musste aber auch nicht viel machen: Petr Binias hat von oben gut geschossen und Christian Pelikan hat sehr gut vor dem Tor gearbeitet, also musste ich nur noch das Tor treffen.“

Was denkst du, wie sind eure Chancen, die Playoffs zu erreichen?

„Ich denke unsere Chancen die Playoffs zu erreichen sind sehr gut, aber dafür müssen wir am Wochenende mit Harsefeld und dem HSV erstmal zwei gute Gegner schlagen, bevor wir uns über die Playoffs Gedanken machen.“

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Lukas Vit (Nr. 23) feierte mit dem ersten Führungstreffer ein starkes Comeback. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Die TAG Salzgitter Icefighters mussten am Freitagabend die nächste Niederlage im Südostniedersachsen-Derby hinnehmen. Die Mannschaft von Cheftrainer Radek Vit hielt das Spiel für mehr als zwei Drittel offen, bevor die Gastgeber die Meisterrunden-Partie der Regionalliga Nord im Schlussabschnitt mit 5:2 (1:2, 1:0, 3:0) für sich entscheiden konnten. Nur zwei Tage darauf zeigten die Stahlstädter abermals ein starkes Spiel und bezwangen die ECW Sande Jadehaie in der Overtime mit 3:2 (1:0, 1:1, 0:1, 1:0).

Salzgitter führt zweimal

Dabei war auch am Wurmberg lange Zeit ein Sieg drin. Die Gäste starteten gut in das Spiel und belohnten sich nach elf Minuten durch einen Powerplay-Treffer von Martin Záhora zum 0:1. Lange währte die Führung nicht, ein Überzahlspiel zugunsten der Hausherren nutzte Davide Vinci, um den Zwischenstand zu egalisieren. Dennoch gelang es den Icefighters, sich ein zweites Mal abzusetzen, David Rudolph sorgte mit seinem 1:2 (19.) dafür, dass das Vit-Team mit einer knappen Führung in die Kabine gehen konnte. Im zweiten Durchgang scorte nur Braunlage, abermals durch Vinci (32.), sodass die Partie bis in das letzte Drittel offen blieb.“Die Partie war eigentlich sehr gut, wir hätten im ersten Drittel allerdings zumindest ein weiteres Tor erzielen müssen, aber der Versuch ging vorbei. Die beiden Gegentore waren leider wieder zu einfach“, so der Coach nach dem Spiel.

Falken drehen das Spiel

Im Schlussabschnitt sorgte ein frühes 3:2 (42.) von Daniel Knieling für eine Wende in der Partie. Dem Tor war eine Situation vorangegangen, die dem Salzgitteraner Übungsleiter übel aufstieß: „Ich habe da ein klares Beinstellen gesehen, demnach hätten wir Überzahl spielen müssen. Das hat das Spiel irgendwie gekippt, bis dahin lief alles sehr gut. Man muss dazu aber auch sagen, dass uns aufgrund der Personalproblematik etwas die Puste ausging.“ So schlug es zwei weitere Male im Netz des Tabellendritten ein, Jakub Wiecki hatte per Doppelschlag für den 5:2-Endstand gesorgt (48., 57.). Zufrieden zeigte sich Vit am Ende trotzdem, zumal die Mannschaft unmittelbar nach dem Spiel das Geschehen in der Kabine reflektierte. „Den Spielern war klar, dass wir noch konsequenter in der Defensive agieren und die einfachen Gegentore abstellen müssen.“

Langzeitverletzter Vit schießt erstes Tor

Gegen die Jadehaie, die Tags zuvor die Falken bezwangen, kamen die Icefighters ebenfalls gut ins Spiel. Sande wirkte anfangs ein wenig müde, das Team hatte keine 24 Stunden vorher ebenfalls gegen die Falken gespielt. Dabei litt die Mannschaft vom Salzgittersee auch am Sonntag nach wie vor unter Personalmangel. So musste selbst Trainersohn Lukas, der in den letzten sechs Wochen erst zweimal am Training teilnehmen konnte, mit auf das Eis – und sorgte für den Führungstreffer. Nachdem der ECW gleich in der ersten Minute eine Großchance verpasste, weil Dennis Korff im heimischen Kasten erneut gut aufgelegt war, übernahmen die Gastgeber mit fortlaufender Uhr immer weiter das Kommando, während Sande diverse Starfzeiten zog. So nutzte Vit in einem der Powerplays die Chance und sorgte dafür dass sein Team mit dem Zwischenstand von 1:0 (17.) in die erste Pause gehen konnte.

Sande gleicht aus – Friedrich legt nach

Im zweiten Abschnitt bot sich zunächst ein ähnliches Szenario, doch die Gäste hatten eine starke Phase, nutzten einen der wenigen Fehler und verwandelten eiskalt zum 1:1 (25.). In der Folge gelang es dem Titelverteidiger zwar, seinen Gegner eine Weile im eigenen Drittel einzuschnüren, doch die Partie kippte nicht. Rund fünf Minuten später liefen die Icefighters einen furiosen Konter, den der pfeilschnelle Ron Friedrich mit einem sensationellen Alleingang abschloss, als er das 2:1 (31.) kompromisslos in den langen Winkel hämmerte. Wieder nahmen die Hausherren die Führung mit in die Pause.

ECW erzwingt Verlängerung in letzter Minute – Icefighters siegen

Im letzten Durchgang fielen lange Zeit keine weiteren Tore. Salzgitter hatte das Spiel im Griff und bestach vor allem in der Defensive, die dieses Mal nahezu über die gesamte Spielzeit gut funktionierte. So freuten sich die Fans in der Eishalle am Salzgittersee bis kurz vor Schluss bereits über den zweiten Heimsieg über den ECW, doch eine Strafzeit der Gastgeber machte die Hoffnung zunichte. Die Jadehaie zogen den Torhüter zugunsten eines Feldspielers und stocherten 16 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit den erneuten Ausgleich über die Linie (60.) – Verlängerung. Dort ging es wiederum schnell. Ein Sander Spieler musste in die Kühlbox, David Rudolph setzte sich in Überzahl durch und erzielt das erlösende 3:2 (61.).

„Unglaublich“

„Unglaublich“, lautete Radek Vits erster Laut nach dem Abpfiff, allerdings nicht ohne ein Lächeln im Gesicht. „Es ist zwar ärgerlich, dass es keine drei Punkte waren, aber es ist keine Enttäuschung da, weil die die Jungs über 60 Minuten hart gearbeitet haben. Dass solch ein Fehler in letzter Minute passiert ist schade, aber wir haben zwei Punkte geholt und das absolut verdient. Trotz der Ausfälle haben wir ein gutes Spiel gezeigt und uns für den Kampfgeist vom Wochenende belohnt. Heute hat auch vor allem die Defensive gut funktioniert. Die Jungs haben das was sie am Freitag selbst bemerkt haben umgesetzt.“

Statistik

Tore Falken – Icefighters: 0:1 (10:21) Martin Záhora (Bahr/PP1), 1:1 (12:46) Davide Vinci (Robinson/PP1), 1:2 (18:27) David Rudolph (Záhora, Koresky), 2:2 (31:32) Davide Vinci (Ma. Bauer, Lohde), 3:2 (41:59) Daniel Knieling (Swiderski, Lohde), 4:2 (47:44) Jakub Wiecki (Zerbst, Jasieniak), 5:2 (56:43) Jakub Wiecki (Jasieniak, Franz/PP1)

Tore Icefighters – Jadehaie: 1:0 (16:36) Lukas Vit (Binias, Záhora/PP1), 1:1 (24:28) Viatcheslav Koubenski (Maier, Piskunovs), 2:1 (30:54) Ron Friedrich (Bannach, Binias), 2:2 (59:46) Sergejs Piskunovs (Demianjuk), 3:2 (60:29) David Rudolph (Vit, Binias/PP1)

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Icefighters-Kapitän Justin Spenke fällt für mindestens drei Wochen aus. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Am kommenden Wochenende haben es die TAG Salzgitter Icefighters am Freitag um 20 Uhr in Braunlage erneut mit den Harzer Falken zu tun, am Sonntag um 18 Uhr treten die ECW Sande Jadehaie an. Damit hat das Team von Radek Vit innerhalb von 48 Stunden die mutmaßlich schwersten Gegner in der Meisterrunde der Regionalliga Nord vor sich.

Fehler aus dem Falken-Spiel analysiert

So galt es unter der Woche zunächst, über die Fehler des vergangenen Wochenendes zu sprechen. „Wir haben uns natürlich über die Fehler aus dem Braunlage-Spiel unterhalten. Letztendlich hatten wir acht schlechte Minuten die es entschieden haben. Wir hatten zu viel aufgemacht und nicht die Geduld gezeigt, auch hätten wir besonders im ersten Drittel treffsicherer sein müssen. Ansonsten war das ein gutes Spiel. Auswärts wird es natürlich noch einen Tick schwieriger, zumal die Falken ihre gute Chancenverwertung unter Beweis gestellt haben“, sagt Radek Vit im Vorfeld der nächsten Runde im Südostniedersachsen-Derby.

Gegen Sande für Auswärtsniederlage revanchieren

Nur rund 48 Stunden später geht es am Salzgittersee gegen die Jadehaie, ebenfalls eine schwere Aufgabe. „Wir haben das Heimspiel in der Hauptrunde gewonnen und in den beiden Auswärtsspielen in Sande die selben Probleme gehabt wie gegen Braunlage. Das wollen wir zu Hause natürlich besser machen. Wir müssen es einfach abstellen, dass wir für ein paar Minuten den Kopf verlieren und versuchen jeden Punkt mitzunehmen“, stellt der Ex-Profi fest.

Personelle Probleme

Personell hat sich die Situation verschlechtert. Zu den Langzeitausfällen Lukas Vit und Michael Kopke gesellt sich nun auch Justin Spenke. Der Kapitän muss aufgrund von Schulterproblemen rund drei Wochen pausieren. Des Weiteren fehlt mindestens am Freitag Thomas Herklotz, aktuell zweitbester Scorer der Icefighters, aufgrund einer Erkältung – über dem Einsatz am Sonntag steht noch ein Fragezeichen. Ebenfalls unklar ist die Situation um Dennis Korff. Der Goalie hat sich ebenfalls erkältet, sodass noch nicht entschieden werden kann, ob ein Einsatz am Wochenende möglich ist. „Wir müssen das Beste aus der Situation machen und so positiv in das Wochenende gehen, wie es eben möglich ist“, gibt sich der Cheftrainer gewohnt zuversichtlich.

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In fünf schwachen Minuten hatten die Falken die Nase vorn. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Mit einem 1:5 (0:0, 0:4, 1:1) mussten die TAG Salzgitter Icefighters die Harzer Falken im Südostniedersachsen-Derby wieder nach Hause fahren lassen. Dabei sahen die mehr als 500 Zuschauer dieses Meisterrunden-Duells etwas mehr als eine halbe Stunde lang ein Spiel auf Augenhöhe, bis der Oberliga-Absteiger die Partie für rund fünf Minuten an sich riss und dadurch am Ende für sich entschied.

30 Minuten Spannung

So ging es von Anfang an mit viel Kampfgeist in das Geschehen. Beide Mannschaften wirkten zunächst ein wenig nervös – von geordnetem Spielaufbau war ein den ersten Minuten wenig zu sehen, viele Angriffe liefen über Kontermöglichkeiten. Dabei sorgten auch die beiden Goalies Dennis Korff auf seiten der Hausherren, sowie Donatas Zukovas im Kasten der Gäste mit teils starken Paraden dafür dass ihre Teams im Spiel blieben. „Ich finde dass wir im ersten Drittel die wesentlich besseren Möglichkeiten hatten, da hätten wir zwei drei Tore machen müssen. Die Chancen haben wir aber nicht genutzt“, kommentierte Icefighters-Cheftrainer Radek Vit das erste Drittel.

Falken dominieren fünf Minuten lang

Auch im Mittelabschnitt ließen Tore voerst auf sich warten – für die Zuschauer ein spannendes Derby. Dies änderte sich mit dem ersten Treffer des Tabellenführers. Richard Zerbst verfrachtete die Scheibe zum 0:1 (34.) in das Gehäuse, Davide Vinci legte mit einem Sololauf nur eine gute Minute später nach (35.). Braunlage hatte die Kontrolle übernommen. Per Bauerntrick netzte Zerbst mit seinem zweiten Treffer des Tages zum vorentscheidenden 0:3 (37.) ein, wenige Sekunden vor der zweiten Pause erhöhte Ex-Icefighter David Jasieniak auf 0:4 (40.). „Nach dem ersten Gegentor haben wir wieder alles vermissen lassen, was unsere Defensivaufgaben angeht. Da haben wir vier Tore kassiert und das Spiel viel zu einfach hergegeben. Da waren wir einfach nicht bereit“, ärgerte sich Vit nach dem Spiel.

Icefighters kämpfen vergebens

Dennoch gab sich das Team vom Salzgittersee nicht geschlagen und kämpfte sich trotz der schwachen fünf Minuten wieder zurück in das Geschehen. Damit knüpften die Gastgeber an die Leistung aus der ersten halben Stunde wieder besser an, doch drehen konnten sie das Spiel nicht mehr. So reichte es immerhin zum Ehrentreffer, den Liga-Topscorer Martin Záhora per Penalty-Schuss erzielte (43.). Einmal noch zappelte das Salzgitteraner Netz, als Michael Swiderski auf den Endstand von 1:5 (46.) stellte. „Im letzten Drittel haben wir nochmal etwas dagegen gehalten, das muss man aber über 60 Minuten machen“, war der Ex-Profi mit dem weiteren Spielverlauf wieder etwas zufriedener und resümierte: „Braunlage hat die Fehler bestraft und die Möglichkeiten genutzt. Natürlich ist das ein Unterschied in der Klasse, die Falken kommen aus der Oberliga. Aber da muss man dann die Geduld haben, seine Aufgaben zu machen und vorne schauen dass man die Chancen nutzt. Wir haben aber komplett aufgemacht und uns nur noch nach vorne orientiert.  Unsere erste Reihe war heute auch nicht gut, vor allem in der Defensive, da haben wir zu viele Gegentore kassiert.“

Statistik

Tore: 0:1 (33:10) Richard Zerbst (Wiecki, Ehmann), 0:2 (34:12) Davide Vinci (Mi. Bauer), 0:3 (36:42) Richard Zerbst (Jasieniak, Ma. Bauer), 0:4 (39:24) David Jasieniak (Ma. Bauer, Ehmann), 1:4 (42:52) Martin Záhora (PS), 1:5 (45:56) Michael Swiderski (Ma. Bauer)

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In den beiden Hauptrundenspielen hatte Braunlage die Nase vorn. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Am Sonntag um 18 Uhr kommt es in der Eishalle am Salzgittersee zur Neuauflage des Südost-Niedersachsen-Derbys zwischen den TAG Salzgitter Icefighters und den Harzer Falken. In der Hauptrunde unterlagen die Stahlstädter dem Oberliga-Absteiger in beiden Begegnungen. In der aktuell laufenden Meisterrunde der Regionalliga Nord will sich das Team von Cheftrainer Radek Vit nun revanchieren.

Falken verlieren ihren Topscorer

Eine leichte Aufgabe wird es nicht. Die Mannschaft vom Wurmberg steht nach vier Meisterrundenpartien ungeschlagen und punktgleich mit dem ECW Sande auf Rang zwei der Tabelle und auch in der Hauptrunde musste sich das Team von Trainer Jan Bönning nur gegen die Jadehaie geschlagen geben. Zuletzt gab es allerdings schlechte Nachrichten aus Braunlage. Falken-Topscorer Artjom Kostyrev hat kürzlich seinen Vertrag aufgelöst und wird ab sofort nicht mehr für Braunlage auf das Eis gehen. „Artjom bat aus persönlichen Gründen um eine Auflösung seines Vertrages“, gab Bönning in der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen den HSV am Sonntag bekannt und sprach von einer „Trennung im Guten“. Laut einem Bericht der Goslarschen Zeitung beklagte sich der Kontingentspieler über „mangelnde Wertschätzung“. Unter den Falken-Fans wurde dieses Thema in den sozialen Netzwerken heiß diskutiert. Neben dem herben Verlust müssen die Oberharzer auch auf Erik Pipp, einen weiteren Leistungsträger, verzichten, da dieser eine Matchstrafe abzusitzen hat.

„Werden versuchen unsere Chancen zu nutzen“

Für Vit spielt der Verlust Kostyrevs am Sonntag keine Rolle: „Natürlich wird er Braunlage fehlen, aber ein Spieler macht keine ganze Mannschaft aus. Ich denke nicht, dass es das Team extrem schwächen wird.“ So gibt der Coach auch den Gästen die Favoritenrolle, sieht für seine Mannschaft allerdings gute Chancen auf Punkte: „Braunlage ist Favorit, aber wir werden trotzdem versuchen unsere Chancen zu nutzen. Ich denke, im Moment sind wir an einem guten Tag mit der Leistung aus den letzten Spielen in der Lage jeden zu schlagen! Ich bin wirklich guter Dinge! Auch in den Hauptrundenspielen haben wir weitesgehend auf Augenhöhe agiert, unsere Fehler hat der Gegner jedoch eiskalt bestraft – das darf uns diesmal nicht passieren.“

Zwei Ausfälle

Im Kader fehlen definitiv weiterhin Lukas Vit, zu dem sich erneut Michael Kopke gesellen wird, der aufgrund von Knieproblemen ausfallen wird. Ansonsten hofft der Übungsleiter dass die leicht angeschlagenen Spieler am Sonntag wieder komplett fit sind.

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