Icefighters Adendorf

In der kommenden Spielzeit wird auch der Adendorfer EC wieder am Start sein. Foto: Jens Bartels/Archiv

Timmendorf/Salzgitter. Am Sonntag fand am Timmendorfer Strand die erste Ligentagung zur Regionalliga Nord-Spielzeit 2020/2021 statt. Dort wurden neben dem Hauptthema Spielbetrieb während der Corona-Pandemie, die Harzer Falken zum Meister gekürt. Des Weiteren wurde eine neue Ausländerregel für die kommende Jahre festgelegt. Von den TAG Salzgitter Icefighters nahm Vereinsvorsitzender Friedel Schulze teil.

Keine Geistersspiele – Saison mit begrenzter Zuschauerzahl möglich

Etwas mehr als vier Stunden lang tagten die Vertreter der Vereine gemeinsam mit Ligenleiter Götz Neumann und NEV-Präsident Jochen Schierbaum. Hauptthema war ein möglicher Ablauf der kommenden Saison während der noch immer anhaltenden COVID-19-Pandemie. Wie auch in den höheren Ligen waren sich alle Beteiligten einig, dass Geisterspiele keine Option sein können. „Das kann sich keiner erlauben. Alle müssen mit den Einnahmen kalkulieren. Bei uns würde es funktionieren wenn wir mit 300 bis 400 Zuschauern rechnen könnten“, sagt Schulze nach dem Termin.

Spätester Saisonstart 20. November

Bei einem regulären Saisonstart im Oktober würde eine Doppelrunde ausgespielt, in der sich jedes Team mit jedem anderen der sieben Teilnehmer jeweils viermal duellieren würde. So käme man auf 28 Spieltage. Würde sich der Beginn der Spielzeit verzögern, wird der Modus in eine 1,5-fach-Runde abgeändert. So träfen sich alle Kontrahenten jeweils dreimal. Als absolute Deadline für den Saisonbeginn 2020/2021 einigten sich die Regionalligisten auf den 20. November. „Nach diesem Datum ist eine Saison zeitlich nicht mehr machbar“, so der Vereinsvorsitzende der Stahlstädter. In jedem Fall würde die Hauptrunde bis Ende Februar laufen, dann würden die Plätze eins bis vier in einer Playoff-Runde den Meister ausspielen. Sollte mehr als eine Mannschaft aufgrund abweichender Auflagen im eigenen Bundesland nicht am Spielbetrieb teilnehmen können, findet keine Saison statt.

Eishallen haben Zusagen erteilt

Konkrete Informationen wird es erst nach einer weiteren Ligentagung geben, da die Entwicklung der Ereignisse aktuell noch niemand vorhersehen kann. Positiv ist allerdings, dass momentan alle Vereine die Zusage ihrer Eishallen erhalten haben. Am Salzgittersee wird die Eissporthalle am 3. Oktober unter Auflagen öffnen.

Neue Ausländerreglung

Neben der Corona-Situation wurden für die kommenden Jahre neue Ausländerregelungen vereinbart, die wie folgt aussehen:
– Saison 2020/21: 3 Ausländerpositionen + 3 Weitere mit dem Einsatz von jeweils einem U23 Spieler pro Ausländerposition
– Saison 2021/22: 2 Ausländerpositionen + 3 Weitere mit dem Einsatz von jeweils einem U23 Spieler pro Ausländerposition
– Saison 2022/23: 1 Ausländerposition + 3 Weitere mit dem Einsatz von jeweils einem U23 Spieler pro Ausländerposition
– Ab der Saison 2023/24: Nur noch 3 Ausländerpositionen mit dem Einsatz von jeweils einem U23 Spieler pro Ausländerposition

Harzer Falken sind Meister

Im Gegensatz zu den meisten anderen Sportligen in Deutschland wurde in der Regionalliga Nord auf Antrag eines Vereins der Tabellenführer der Haupt- und der Meisterrunde, der Oberligaabsteiger Harzer Falken, einstimmig zum Meister gekürt.

Acht Teilnehmer 2020/2021

Für die kommende Spielzeit haben folgende acht Mannschaften gemeldet:
– EC Harzer Falken (Meister)
– ECW Sande Jadehaie
– Weserstars Bremen
– TAG Salzgitter Icefighters
– Hamburger SV
– TuS Harsefeld Tigers
– Adendorfer EC (Rückkehrer nach Ausfall der Spielstätte)
– CE Timmendorfer Strand (Aufsteiger)

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Anlässlich der Vertragsverlängerung bedankte sich Vorstandsmitglied Friedel Schulze bei Dirk Asendorf stellvertretend für den gesamten Verein. Foto: Verein

Salzgitter/Vechelde. Trotz der schweren Corona-Zeit gibt es erste erfreuliche Nachrichten aus dem Bereich Sponsoring. Die Firma Asendorf Elektronik aus Vechelde und die TAG Salzgitter Icefighters bauen auch in Zukunft auf gemeinsame Erfolge.

Eishockey-Fan Asendorf auch im Verein engangiert

Der treue Partner und auch im Vorstand tätige Inhaber Dirk Asendorf, setzt sein Engagement bei dem Regionalligisten auch in der kommenden Spielzeit fort und stellt damit seine Verbundenheit zum Eishockeysport in Salzgitter einmal mehr unter Beweis. Beide Seiten verbindet mittlerweile ein lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Asendorf unterstützt den Verein nicht nur seit vielen Jahren auf der Sponsoring-Ebene – der Unternehmer aus Vechelde fiebert auch als leidenschaftlicher Icefighters-Anhänger regelmäßig bei den Heimspielen mit und organisiert nebenbei das Catering.

„Sehr wichtig in dieser Krise“

„Wir sind sehr dankbar! Jeder Sponsor ist sehr wichtig, gerade in dieser Krise, wo man sieht dass andere Verein aus finanziellen Gründen absteigen müssen. Ohne Sponsoring könnten wir nicht weitermachen“, zeigt sich Friedel Schulze, 1. Vorsitzender des Sportvereins am Salzgittersee, sehr erfreut.

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Salzgitter. Mit Michael Kopke vermelden die TAG Salzgitter Icefighters den dritten Abgang in diesem Jahr. Der gebürtige Görlitzer spielte bereits zur Saison 2010/2011 am Salzgittersee und stand des Weiteren seit 2017 in Diensten der Stahlstädter. Langwierige Knieprobleme und familiäre Gründe bewegten den Angreifer nun zu dieser Entscheidung. Für den Regionalligisten ist es in mehrfacher Hinsicht ein Verlust.

Knieprobleme durchzogen die Saison

Mit seinen 36 Jahren war der Wahl-Hannoveraner der älteste Spieler im Team des Halbfinalisten der abgelaufenen Saison. Dabei war die Spielzeit 2019/2020, die aufgrund der Corona-Pandemie kurz vor den Playoffs abgebrochen wurde, für Kopke von Verletzungspech geprägt. Am dritten Hauptrunden-Spieltag beim Hamburger SV im November 2019 beorderte ein Kniecheck eines gegnerischen Spielers den Salzgitteraner Akteur in eine Zwangspause – das Innenband war gerissen. Erst zu Beginn des laufenden Jahres konnte der Linksschütze, der ohnehin schon länger an Knieproblemen litt, das Training wieder aufnehmen. „.

„Innenbandriss und Verletzungspause haben ein bisschen den Rest gegeben“

Für den Akteur, der 2010/2011 mit Salzgitter und 2014/2015 mit den Wedemark Scorpions auch schon in der Oberliga gespielt hat, war die Situation um den Innenbandriss letztendlich ausschlaggebend für die jetzige Entscheidung. „Ich hatte im letzten Jahr schon öfter mit dem Knie zu tun. Der komplizierte Innenbandriss und die lange Verletzungspause haben mir dann so ein bisschen den Rest gegeben. Als ich nach der Pause wieder angefangen habe, hat das dem Knie scheinbar nicht gefallen und als ich mir dann noch einen Haarriss im Knochen zugezogen habe, war die Saison für mich zu Ende. Ich habe dann versucht das auszukurieren, es wurde aber nicht besser. Also habe ich mich mit meinem Arzt beraten und mich einer Knieoperation unterzogen. Das war vor rund drei Wochen“, berichtet Kopke heute.

Auch Familie und Beruf spielen eine Rolle

Neben den gesundheitlichen Gründen, spielten bei der Entscheidung auch Familie und Beruf eine Rolle: „Ich arbeite gemeinsam mit meiner Frau in der selben Firma und habe dort eine leitende Funktion. Dadurch bin ich auch beruflich sehr viel unterwegs. Hinzu kommt, dass ich eine 7-jährige Tochter habe. Die Fahrt von Hannover nach Salzgitter und zurück sind schon rund 140 Kilometer, das teilweise bis zu dreimal pro Woche, dazu kamen die Spiele an den Wochenenden. Das hat zusätzlich zum Job viel Zeit gekostet und da wünschen sich Frau und Tochter natürlich auch dass ich mehr da bin. An dieser Stelle muss ich meiner Familie ein großes Kompliment machen, denn ich hatte stets Rückendeckung von meiner Frau und meiner Tochter – auch wenn ich in Salzgitter weiter gemacht hätte. Ich habe den Beiden sehr viel zu verdanken! Trotzdem war es an der Zeit etwas kürzer zu treten mit dem Sport, auch wenn ich niemals nie sage. Nun stehen Genesung und Familie erstmal im Vordergrund. Ich muss jetzt den richtigen Aufbau für das Knie betreiben, damit ich überhaupt wieder richtig Sport machen kann. Sicherlich werde ich dann auch wieder Eishockey spielen, aber nicht mehr in diesem Ausmaß.“

„Wünschen allen das Beste!“

Neben seiner sportlichen Funktion im Team der Icefighters, nahm der Spieler auch abseits des Eises stets eine Rolle ein, war offen und freundlich zu jedermann, war auch Mitglied im Mannschaftsrat. „Ich habe immer versucht Werte zu vermitteln, den jungen Spielern unter die Arme zu greifen und auch auf Kleinigkeiten zu achten. Ich hatte sehr viel Spaß hier und bedanke mich bei allen die der Organisation um die Icefighters angehören. Ich persönlich wünschen allen nur das beste und dass dieser Weg weiter gegangen wird, dass an die vergangene Saison angeknüpft wird, um hoffentlich auch mal Meister zu werden. Es wäre Zeit diesen Weg zu vollenden! Es ist ein schönes Gefühl, Meister zu sein – egal in welcher Liga. Ich wünsche mir das auch für die Region und dass noch mehr Menschen den Weg in die Eishalle finden, weil da viele Leute viel Zeit in den Verein investieren und das auch verdient hätten“, verabschiedet sich eine starke Persönlichkeit aus der Stahlstadt.

„Auch menschlich ein super Typ!“

„Michael ist der erfahrenste Spieler im Team gewesen und ist auch menschlich ein super Typ!“, betont Icefighters-Coach Radek Vit. „Für ihn stand immer die Mannschaft im Vordergrund und es war ihm wichtig dass wir als Team Erfolg haben. Er ist immer voran gegangen, hat für gute Stimmung gesorgt und auch versucht jeden zu puschen dass er alles gibt. Das war schon ziemlich prägend und hinterlässt natürlich eine Lücke. Nun rücken für ihn Gesundheit und Familie erstmal in den Vordergrund. Dafür habe ich vollstes Verständnis und wünsche ihm alles Gute!“, betont der Übungsleiter.

Die Icefighters bereiten sich vor, so gut es in der aktuellen Situation möglich ist. Foto: Jens Bartels/Archiv

Salzgitter. Noch immer ist unklar wann der Spielbetrieb im Eishockey aufgrund der Corona-Pandemie wieder aufgenommen werden kann. Hinter den Kulissen geht es allerdings weiter. Auch bei den TAG Salzgitter Icefighters wird fleißig auf eine kommende Spielzeit hingearbeitet, selbst wenn es noch keinen Anhaltspunkt gibt, wann und wie es weiter gehen wird.

Noch keine Gemeinschaftslösung

Nicht nur in der Deutschen Eishockey Liga, wie beispielsweise beim benachbarten Erstligisten Grizzlys Wolfsburg, bereitet man sich auf die nächste Spielzeit vor – auch in den unterklassigen Ligen wird fleißig weiter gearbeitet, selbst wenn aktuell noch niemand weiß wann wieder auf Puckjagd gegangen werden kann. Dies ist hinsichtlich der Covid-19-Pandemie in erster Linie von politischen Entscheidungen und ebenso von finanziellen Umständen abhängig. Im Eishockey Oberhaus arbeitet man derweil an gemeinsamen Sparplänen, die auch Gehaltskürzungen vorsehen. In den Bundes- und Landesverbänden gibt es derzeit noch keine konkrete Gemeinschaftslösung.

„Dürfen wir spielen? Wird die Eishalle aufmachen? Haben wir Gegner?“

So steht man am Salzgittersee vor den selben Problemen, unter denen auch andere Standorte leiden.“Bislang hat sich ja noch nicht ergeben, wann es weiter gehen wird. Wir müssen vor allem mit der Eishalle sprechen, wie deren Planung aussieht. Wenn die nicht mit Einnahmen rechnen, dann machen die auch nicht auf. Das nächste Problem sind unsere Zuschauereinnahmen. Damit finanzieren wir normalerweise die Hallenmiete und ohne Zuschauer macht es keinen Sinn. Da müssten wir die Halle schon kostenlos bekommen. So müssten wir uns mit der Stadt zusammensetzen und fragen, ob die eine Möglichkeit sehen, dass man doch spielen kann. Das setzt natürlich voraus dass es seitens der Politik erlaubt sein wird“, sagt Radek Vit, Sportlicher Leiter und Cheftrainer der Icefighters. Selbst wenn in der Stahlstadt eine Lösung gefunden wird, ist man darauf angewiesen dass es in der gesamten Nordgruppe weitergehen kann, denn ohne Gegner gibt es keine Liga. „Die Fragen sind jetzt erstmal: Dürfen wir spielen? Wird die Eishalle aufmachen? Haben wir Gegner? Das sind eben die Dinge die wir nicht beeinflussen können. Das steht noch alles in der Sternen! Vieles von der Politik abhängig. Immerhin haben wir – im Gegensatz zum Fußball beispielsweise – den Vorteil, dass die Spieler trotz des Körperkontaktes durch die Ausrüstung zumindest ein bisschen besser geschützt sind und die Hygieneregeln lassen sich in der Halle umsetzen“, betont der Ex-DEL-Profi.

Großteil der Sponsoren unterstützt weiterhin – Kader steht

Bei allen Unklarheiten gibt es auch positive Nachrichten und die sind in diesen Zeiten, in denen selbst die DEL auf wackligen Beinen steht und in der Oberliga Meldungen über Rückzüge momentan dominieren, eher selten. „Im Endeffekt können wir nur vorbereiten was wir selbst in der Hand haben. Die Politik ist das eine, Mannschaft und Sponsoren das andere. Im Großen und Ganzen haben wir die Mannschaft zusammen und auch schon mit den meisten Sponsoren gesprochen. Mit allen konnten wir noch nicht reden, weil so mancher natürlich auch von der Corona-Krise betroffen ist, aber ansonsten sind alle bereit uns weiterhin zu unterstützen“, freut sich der Coach. Nur bei einem weiteren Lockdown könnte es auch Probleme für diese Sponsoren geben. In dem Fall müsste möglicherweise an die Spieler herangetreten werden. „Noch sieht alles ganz gut aus, aber eventuell müssen wir uns auch mit den Spielern zusammensetzen. Die meisten haben langfristige Verträge, da hoffen wir auf Zusammenhalt“, so Vit.

Team ist heiß auf die neue Saison

Die Mannschaft bereitet sich den aktuellen Regeln entsprechend vor. „Es trainiert jeder für sich, gemeinsam können wir noch nichts machen. Die Jungs sind bereit und wollen auch spielen. Das Team hat gesehen, dass wir zuletzt Erfolg hatten. Sie haben sich wohl gefühlt, waren aber natürlich auch enttäuscht weil wir eine gute Form hatten und weil sie dran geglaubt haben, dass wir das Halbfinale schaffen können – oder sogar mehr. Die Mannschaft ist heiß und will zeigen, dass das nicht nur Zufall war“, blickt der Deutsch-Tscheche optimistisch nach vorne.

David Rudolph fühlte sich sehr wohl am Salzgittersee. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. David Rudolph, der zu Beginn der mittlerweile abgebrochenen Spielzeit, zu den TAG Salzgitter Icefighters stieß, wird das Team aus beruflichen Gründen verlassen. Für Icefighters-Coach Radek Vit ist das aus sportlicher und menschlicher Sicht ein herber Verlust.

Der Tscheche kehrt aufgrund eines attraktiven beruflichen Angebotes in sein Heimatland zurück. Der 20-Jährige erzielte bei den Stahlstädtern in 20 Ligaspielen 15 Punkte. „David ist ein super Kerl und auch menschlich einfach Top! Sportlich hat er uns weitergeholfen und seine Leistung gebracht. Das tut schon weh dass er geht, sowohl mir als auch der Mannschaft. Aber es gibt nun mal wichtigere Dinge im Leben und selbstverständlich legen wir ihm keine Steine in den Weg. Wir haben gestern telefoniert und er sagt, dass er schweren Herzens geht, denn er war hier absolut zufrieden und würde auch sofort wieder zurückkehren, falls es in der Tschechischen Republik nicht klappt. Er war sehr gerne hier!“, kommentiert Vit den Weggang des Stürmers.

Die Salzgitter Icefighters wünschen David Rudolph alles erdenklich Gute für die Zukunft!

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Radek Vit versteht die Entscheidung, ärgert sich jedoch über das Verhalten der Regierung. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Am Mittwochabend um kurz nach 22.00 Uhr teilte der Niedersächsische Eissport Verband (NEV) mit, dass die Regionalliga Nord ihren Spielbetrieb aufgrund der Situation um das Coronavirus COVID-19 mit sofortiger Wirkung einstellt. Damit fallen auch für die TAG Salzgitter Icefighters die Playoffs aus. Icefighters Coach Radek Vit kann die Entscheidung des Verbandes nachvollziehen, kritisiert aber das inkonsequente Verhalten der Regierung.

Teams wollten weiterhin spielen

„Schöner Mist!“, lautete der erste Kommentar des Coaches direkt nach der Entscheidung. Die Enttäuschung war und ist – bei allem Verständnis für die Situation – natürlich erstmal groß. Einige Stunden zuvor hatte Ligenleiter Götz Neumann die jeweiligen Teamchefs telefonisch kontaktiert, um sich zu erkundigen, ob die Mannschaften weiterhin spielen möchten. „Wir wollten natürlich weiterspielen und auch Sande war dazu bereit“, sagt Vit. Am späten Abend gab der NEV seine Entscheidung bekannt und berief sich dabei auf die Empfehlungen des Deutschen Eishockey Bundes (DEB) und der Behörden:

„Unklare Ansagen und Regelungen seitens der Regierung!“

„Wenn der Verband absagt, dann kannst du nichts machen. Ich mache dem Verband aber keinen Vorwurf – ich kann es nachvollziehen. Wem ich aber einen Vorwurf mache, ist die Regierung, weil es teilweise keine klaren Ansagen oder Regelungen gibt. Da werden nun beispielsweise Bundesligaspiele ohne Zuschauer durchgeführt, aber es versammeln sich tausende Fans vor den Stadien. Das ist inkonsequent! Was bringt das dann?“, zeigt sich der Ex-Profi verärgert im Hinblick auf die aktuellen Regelungen. Diese besagen unter anderem in Niedersachsen, dass Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern untersagt sind. Veranstaltungen in geringerer Größenordnung bedürfen der Einzelfallprüfung, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) gegenüber den Medien. Wie diese Prüfung aussieht, scheint nicht ganz klar zu sein. „Wenn wir jetzt die Spiele durchgeführt hätten, wären möglicherweise Klagen auf uns zu gekommen? Ich weiß es nicht“, rätselt der Trainer.

„Schade für Mannschaft und Fans“

Neben der unschönen Situation um das Virus, ist Vit natürlich auch aus sportlicher Sicht enttäuscht: „Es ist schade für die Mannschaft und für die Fans. Ich hätte auch gerne gesehen wir sich das Team präsentiert hätte und ob sich unsere positive Entwicklung, die wir über die Saison hinweg gezeigt haben, auch gegen Sande fortgesetzt hätte. Wir haben uns nicht nur sportlich weiter entwickelt sondern sind auch als Team zusammen gewachsen. Natürlich wären das enge Spiele gewesen gegen solch einen harten Gegner, aber diesen Wettkampf hätte ich gerne gesehen und vielleicht hätten wir diesmal auch in Sande gewinnen können.“

Weitere Trainingszeiten sind unklar

Wie es nun weiter geht, ist unklar. Regulär hat die Eissporthalle am Salzgittersee bis in die erste Aprilwoche geöffnet. Demnach könnten die Stahlstädter auch bis dahin trainieren, aber „ich weiß gar nicht wie lange die jetzt noch die Eishalle geöffnet haben und ob der öffentliche Lauf noch stattfinden darf. Wenn nicht, kann es sein, dass die Halle eher geschlossen wird. Das wird sich in den nächsten Tagen zeigen“, so der Übungsleiter. „Heute werden wir beim Training erstmal ein kleines Spielchen machen, gemeinsam essen und die Saison etwas Revue passieren lassen“, kündigt der Deutsch-Tscheche an.

Meister, sowie Auf- und Abstieg ebenfalls unklar

Ob es einen Meister der Regionalliga Nord geben wird und wie es sich in Sachen Auf- und Abstieg verhält, wurde seitens des Verbandes bislang nicht kommuniziert. Dabei steht über der Stärke der Nordgruppe auch für die kommende Spielzeit erneut ein großes Fragezeichen. Von den beiden Standorten, die vor Saisonbeginn aufgrund von Hallenschäden kurzfristig die Teilnahme absagen mussen, Nordhorn und Adendorf, kommt sehr wahrscheinlich der AEC wieder zurück. Die Abstiegsrelegation, an welcher die Crocodiles 1b teilgenommen hatten, konnte ebenfalls nicht zu Ende gespielt werden. Der grundsätzliche Plan war und ist es, die Regionalliga Nord auf eine Stärke von zehn Teams aufzufüllen.

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Keine Playoffs in der Regionalliga Nord. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Die Eishockey Regionalliga Nord stellt mit sofortiger Wirkung ihren Spielbetrieb ein. Damit fallen die für die TAG Salzgitter Icefighters angesetzten Halbfinalspiele am Samstag bei den ECW Sande Jadehaien und am Sonntag in der Eissporthalle am Salzgittersee aus. Hintergund ist die Entwicklung um das Coronavirus COVID-19.

Diese Entscheidung traf der Niedersächsische Eissport Verband (NEV) am späten Mittwochabend und gab folgende Meldung heraus:

Der Niedersächsische Eissport-Verband e.V. hat heute in seinen satzungsgemäßen Gremien entschieden, den kompletten Eishockey-Spielbetrieb der laufenden Saison 2019 / 2020 mit sofortiger Wirkung einzustellen.

Die Entscheidung ist Folge ausdrücklicher Empfehlungen des DEB und der politischen und ordnungsbehördlichen Instanzen zur Durchführung von Großveranstaltungen und zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung von Coronavirus-Infektionen.

Die Einstellung des Spielbetriebs betrifft sämtliche im Nordverbund organisierte Spielklassen und Altersklassen im Nachwuchs-, Frauen- und Seniorenbereich. Sie gilt ebenfalls für bereits genehmigte Freundschaftsspiele und -Turniere, deren Genehmigungen zurückgezogen werden.

Diese Entscheidungen betreffen weiter alle Auswahl-Maßnahmen.

Es ist eine wichtige Phase in der Saison, einige Entscheidungsspiele stehen an, aber aufgrund der weithin unklaren Lage und der schwer nachvollziehbaren Verbreitungswege möchte der NEV der Fürsorgepflicht gegebenüber seinen Spielern, Vereinsoffiziellen, ehrenamtlichen Mitarbeitern nachkommen.

Aufgrund der vielerorts bereits ergriffenen Maßnahmen sehen wir keine Alternative zu dieser schweren Entscheidung und hoffen dabei auf Ihr Verständnis.

Weitere Infos und Stellungnahmen seitens der Icefighters folgen.

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Erzielte in den letzten drei Partien jeweils einen wichtigen Treffer: Ron Friedrich. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Mit drei wichtigen Treffern in den letzten drei Partien, zeigte Ron Friedrich, der erst seit kurzem wieder im Sturm spielt, eine starke Leistung. Für uns ein Anlass, mit dem Spieler ein kurzes Interview zu führen.

Ron, Du bist eigentlich gelernter Stürmer, hast die letzten Jahre aber überwiegend Verteidiger gespielt. Nun spielst du seit ein paar Wochen wieder im Sturm. Wie kam es dazu?

„In der Vergangenheit hatten wir etwas Probleme, genug Verteidiger zu uns ins Team zu bekommen und als dann auch noch die neue Regelung mit dem Hybrid-Icing dazu kam, fragte mich der Coach ob es für mich okay wäre, wenn er mich als Verteidiger einsetzen würde, da ich im Nachwuchs auch schon etwas Erfahrung in der Defensive sammeln konnte.“

Du hast in den letzten drei Spielen drei schöne und wichtige Tore erzielt. Die Umstellung scheint dir also nicht viel auszumachen? Hast du durch die Treffer eher den Wunsch dauerhaft wieder vorne zu spielen?

„Schön ist immer eine Ansichtssache. Mir ist es egal wie die Tore fallen, die Hauptsache ist dass sie fallen und nach möglichkeit immer für uns. Ja, eine Umstellung war es zu Beginn schon, ich brauchte auch meine Spiele um erst einmal wieder etwas in die Aufgaben als Stürmer zu finden, aber mittlerweile denke ich, läuft es wieder ganz gut. Ich hätte kein Problem damit weiter im Sturm zu bleiben – Spaß macht es mir auf jeden Fall da vorne drin! Wenn der Coach und das Team mich allerdings in der Defensive brauchen sollten, bin ich auch dafür bereit und werde da mein Bestes geben.“

Wie siehst du eure Chancen im Halbfinale?

„Ich denke, die Leistung unseres Teams und auch der einzelnen Spieler, sind die ganze Saison über stetig gestiegen. In den letzten Spielen haben wir gute Leistungen gezeigt, unter anderem auch gegen unseren Halbfinal-Gegner, die Jadehaie aus Sande. Wir müssen auf jeden Fall eine super Leistung über die vollen 120 Minuten am nächsten Wochenende zeigen, um das Finale zu erreichen. Das Team, die Coaches und alle drum herum sind bereit 200 Prozent zu bringen, dafür brauchen wir aber eure Unterstützung.“

Ryan Koresky reist aus Sicherheitsgründen vorzeitig in seine Heimat. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Der Kanadier Ryan Koresky teilte am Mittwochnachmittag den Verantwortlichen und Spielern der TAG Salzgitter Icefighters mit, dass er am morgigen Donnerstag die vorzeitige Abreise in sein Heimatland antreten werde. Hintergrund ist die unvorhersehbare Entwicklung um das Corona-Virus COVID 19.

Es war großartig, mit euch auf das Eis zu gehen und mit euch zu trainieren

„Hey Guys, Unfortunately I’m traveling back to Canada tomorrow due to the unforeseen future with the covid19 virus….Honestly this has been one of my best experiences in hockey. Thanks to all of you. Going to the rink was awesome hanging out and training with you guys. I will miss you all and best of luck in the games this weekend. See you soon, Ryan“, lautete die Nachricht des Nordamerikaners an seine Teamkollegen. Auf Deutsch: „Hey Leute, leider reise ich morgen aufgrund der unvorhersehbaren Zukunft um das covid19-Virus zurück nach Kanada. Ganz ehrlich, dies war eine meiner besten Erfahrungen im Hockey, ich danke euch allen. Es war großartig, mit euch auf das Eis zu gehen und mit euch zu trainieren. Ich werde euch alle vermissen und wünsche euch viel Glück bei den Spielen an diesem Wochenende. Bis bald, Ryan.“

„Sehr schade!“

„Das ist sehr schade! Er hatte viel Spaß mit der Mannschaft und hat sich sehr auf die Playoffs gefreut“, bedauert Icefighters-Coach Radek Vit den Verlust des Spielers. Die gesamte Team vom Salzgittersee bedankt sich bei Ryan Koresky für seine Zeit im Trikot der Icefighters und wünscht dem Spieler für dessen Zukunft alles Gute!

Salzgitter. Die Playoffs der Regionalliga Nord werden, anders als im Eishockey meist der Fall, in dieser Spielzeit in einem etwas anderen Modus ausgetragen. Entgegen der üblichen „Best-of“-Serien wird es ab dem Halbfinale jeweils ein Hin- und Rückspiel geben. Die TAG Salzgitter Icefighters spielen am Samstag in Sande und am Sonntag zu Hause.

Remis in Spiel eins möglich – Spiel zwei mit Verlängerung und Shootout

Nach Beedingung der Meisterrunde am vergangenen Sonntag stehen die vier Halbfinalisten fest. Dabei treffen die erstplatzierten Harzer Falken auf den viertplatzierten Hamburger SV und die zweitplatzierten ECW Sande Jadehaie auf die drittplatzierten TAG Salzgitter Icefighters. In beiden Halbfinal-Begegnungen wird es jeweils ein Hin- und ein Rückspiel geben. Die besser platzierte Mannschaft hat das Heimrecht und darf entscheiden, welches der beiden Spiele sie zu Hause austragen möchte. Ebenfalls anders ist die Regelung bei Gleichstand nach regulärer Spielzeit. In den Playoffs kann das erste Spiel unentschieden ausgehen, es gibt keiner Verlängerung und auch kein Penaltyschießen. Im zweiten Spiel gilt folgende Regelung: Sollten am Ende beide Teams ein ausgeglichenes Punkt- und Torverhältnis aufweisen, gibt es eine fünfminütige Verlängerung mit 3-gegen-3 und Sudden Death, das heißt, das erste Tor entscheidet. Sollte in der Overtime kein Tor fallen, entscheidet das Penaltyschießen. Die Gewinner der Halbfinalspiele tragen das Finale aus.

Zweites Spiel in Salzgitter

In der Begegung ECW Sande gegen TAG Salzgitter Icefighters wurden die Spiele so angesetzt, dass das erste Spiel am Samstag um 19.30 Uhr bei den Jadehaien stattfindet und das zweite Spiel am Sonntag um 18 Uhr in der Eissporthalle am Salzgittersee.

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