Hamburgs Goalie hatte alle Hände voll zu tun. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Mit einem souveränen 12:1 (8:0, 2:1, 2:0) schickten die TAG Salzgitter Icefighters die Crocodiles Hamburg 1b am Sonntagabend wieder nach Hause. Den Stahlstädtern ist nach diesem Sieg die Teilnahme an der Meisterrunde nicht mehr zu nehmen.

Blitzstart für Salzgitter

Einen besseren Start hätte das Team von Co-Trainer Sascha Pelikan, der den abwesenden Radek Vit als Cheftrainer vertrat, kaum erwischen können. Mit erheblichem Druck stürmten die Icefighters von Beginn an in das gegnerische Drittel und versenkten die Scheibe nach nur 28 Sekunden in Person von Martin Záhora im Hamburger Gehäuse. In der Folge feuerten die Grün-Schwarzen aus allen Rohren, sodass die Partie nach gut der Hälfte des ersten Drittels bereits entschieden war. Auf das 2:0 (2.) von Ron Friedrich nur eine Minute nach dem Führungstreffer, folgten zwei Tore durch Jannis Bahr (5., 7.). Auf Seiten der Gäste funktionierte bis dahin praktisch nichts. Die Crocodiles, mit nur zwei Reihen angereist, zeigten erhebliche Unsicherheiten in Aufbau und Passspiel und auch Goalie Tobias Loepp wirkte zumindest anfangs etwas überfordert.

Acht Tore im ersten Drittel

Zur Mitte des Anfangsdrittels fuhren die Hausherren das Tempo zwischenzeitlich ein wenig herunter, Hamburgs Trainer nahm eine Auszeit. Für ein paar Minuten kehrte etwas Ruhe ein, bevor das führende Team das nächste Feuerwerk zündete. In den letzten fünf Minuten schlug es weitere vier Male im Netz der Hanseaten ein. Lucas Engel (16.) und Ruven Bannach (17.) stellten per Doppelschlag auf 6:0, Youngster Maximilian Rötsch markierte mit dem 7:0 (18.) seinen ersten Treffer für die Icefighters. Den Schlusspunkt des wohl besten Spielabschnittes seit Jahren setzte Jannis Bahr mit seinem dritten Treffer in der Partie (20.). Die komfortable Führung nutzte der Übungsleiter, um Ersatzgoalie René Schoch in das Spiel zu bringen, damit dieser Spielpraxis sammeln konnte. „Das erste Drittel war wirklich Top! Da haben die Jungs alle Aufgaben erledigt, so wie wir uns das gewünscht haben“, so Pelikan.

Hamburg mit Ehrentreffer

Doch das Schützenfest sollte sich in dieser Form nach der ersten Drittelpause nicht fortsetzen. Trotz des enormen Rückstandes hatten sich die Crocodiles noch nicht aufgegeben, hielten nun etwas stärker dagegen und auch Schlussmann Tobias Loepp hatte sein Spiel gefunden und verhinderte Schlimmeres für sein Team. „Im zweiten Drittel haben wir uns dem Gegner angepasst. Wir haben nicht gut verteidigt und waren auch nicht gut im Angriff. Wir waren immer hinter den Stürmern wenn wir aufgebaut haben, haben uns nicht angeboten und sind nicht in den freien Raum gelaufen“, stellte der Trainer fest. So waren es auch die Hamburger, die für den ersten Treffer im zweiten Abschnitt sorgten. Im Alleingang bezwang Linus Günther Salzgitters René Schoch, dessen Vordermannschaft in dieser Situation nicht zur Stelle war (28.). Dennoch ließ sich die Mannschaft vom Salzgittersee das Spiel nicht aus der Hand nehmen. Mit herunterlaufender Uhr wurde man vorne wieder gefährlicher, Lucas Engel (37.) und Pascal Frey (40.) stellten wenige Minuten vor der zweiten Pause auf 10:1.

Icefighters behalten die Oberhand

Im Schlussdrittel lief es mit der Zeit wieder runder für das haushoch führende Team. „Im letzten Abschnitt haben wir das zweite Drittel einigermaßen abgehakt und wieder angefangen Eishockey zu spielen, unsere Positionen wieder besser gehalten, schöne Pässe gespielt, aufs Tor geschossen und uns auch belohnt“, sagte der Coach. Wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff markierte Martin Záhora mit dem 11:1 (43.) seinen zweiten Treffer dieser Begegnung. Torlos ging es nun bis kurz vor dem Spielende weiter. Hinten glänzte Schoch mit teilweise überragenden Saves, bevor Petr Binias für den Endstand von 12:1 (50.) sorgte. „Wir hätten in manchen Situationen mehr passen müssen, aber wenn du gegen den Letzten spielst, will natürlich jeder ein Tor schießen. So gab es eben viele Alleingänge. Wenn man dann unbedingt treffen möchte schafft man es meist eh nicht“, resümierte Pelikan abschließend, der aber auch die Leistung von René Schoch hervor hob: „René hat super gehalten. Das Gegentor ging nicht auf seine Kappe, da waren einfach alle Spieler zu weit vorne!“

Statistik

Tore: 1:0 (0:28) Martin Záhora (Bannach, Herklotz), 2:0 (1:32) Ron Friedrich (Fey, Engel), 3:0 (4:03) Jannis Bahr (Rudolph, Ponatovskis), 4:0 (6:52) Jannis Bahr (Binias, Rudolph), 5:0 (15:28) Lucas Engel (Koresky, Rudolph), 6:0 (16:26) Ruven Bannach (Záhora, Herklotz), 7:0 (17:21) Maximilian Rötsch (Bahr, Rudolph), 8:0 (19:31) Jannis Bahr (Ponatovskis, Schoch), 8:1 (27:47) Linus Günther (Dettmer), 9:1 (36:38) Lucas Engel (Ponatovskis, Friedrich), 10:1 (38:28) Pascal Frey (Friedrich, Binias), 11:1 (42:53) Martin Záhora (Binias, Fridrich), 12:1 (49:28) Petr Binias (Engel, Friedrich)

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